EU-Kommission: Microsoft verzichtet auf ContentGuard-Kontrolle
Das französische Unternehmen Thomson hat eine Beteiligung in Höhe von 33 Prozent an ContentGuard gekauft. Time Warner und Microsoft haben daraufhin die Anmeldung über die gemeinsame Kontrolle bei den Brüsseler Wettbewerbshütern zurückgezogen.
Der Softwarehersteller Microsoft und der US-Medienkonzern Time Warner verzichten endgültig auf die gemeinsame Kontrolle über ContentGuard, einen führenden Entwickler für Urheberrechts-Software. Nach Angaben der EU-Kommission teilten Microsoft und Time Warner mit, dass das französische Unternehmen Thomson am 11. März eine Beteiligung in Höhe von 33 Prozent an ContentGuard gekauft habe. Time Warner und Microsoft hätten entsprechend die Anmeldung des Geschäfts bei den Brüsseler Wettbewerbshütern zurückgezogen.
Die Kommission hatte am 25. August 2004 wegen schwerer Wettbewerbsbedenken eine vertiefte Prüfung eingeleitet, die dann wegen fehlender Unternehmens-Informationen unterbrochen worden war. ContentGuard hat eine starke Marktposition bei Software für Digital Rights Management. Die Kommission befürchtete, dass Wettbewerber keinen Zugriff auf die Patente von ContentGuard mehr gehabt hätten. Sie werde weiterhin die Entwicklungen in der DRM-Branche aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls kartellrechtliche Schritte unternehmen, teilte die Kommission weiter mit. (anw)