LG wirft Samsung Handy-Imitat vor
Samsungs neues Mobiltelefon E-900 soll dem "Chocolate"-Handy KG800 von LG zum Verwechseln ähnlich sein, um von dessen Verkaufserfolgen profitieren zu können.
Mit dem "Chocolate"-Mobiltelefon KG800 konnte LG Electronics einen Verkaufserfolg landen. Von dem Handy sollen seit Markteinführung im Mai 2006 in Europa mehr als 500.000 Stück verkauft worden sein. Zeitungsberichten zufolge wirft der Hersteller nun seinem südkoreanischen Konkurrenten Samsung vor, das KG800 imitiert zu haben, um von dessen Markterfolg profitieren zu können.
Wie das "Chocolate"-Handy verwendet auch Samsungs E-900 statt klassischer Tasten zur Navigation ein so genanntes berührungssensitives Keypad. Beide schwarzen Mobiltelefone sind als flache Slider-Modelle ausgelegt und ähneln sich daher in Form und Aussehen. Während Samsung das E-900 in Korea zu einem Preis von rund 600 US-Dollar anbietet – und damit 200 Dollar teurer als das "Chocolate" –, soll der Hersteller in Europa, wo das Modell seit Juni zu haben ist, jeweils gut 20 Euro unter dem KG800-Preis bleiben, lautet der Vorwurf von LG.
Samsung weist sämtliche Vorwürfe zurück. Das Touchpad-Design verwende der Konzern schon seit dem vergangenen Jahr und die günstigeren Preise, die Samsung in Europa offeriere, seien lediglich auf effizienteres Kostenmanagement zurückzuführen. Samsung sieht sich jedoch nicht zum ersten Mal mit einem Imitationsvorwurf konfrontiert: Im Januar hatte die New York Times gemeldet, Samsungs super-flaches Blade-Handy A900 imitiere das RAZR von Motorola. (map)