Trockenes Methanol fĂĽr Brennstoffzellen

Ein japanisches Unternehmen überführt Methanol in eine trockene Verbindung, die sich als sichere Energiequelle in Brennstoffzellen verwenden lässt.

vorlesen Druckansicht 212 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Karsten Violka

Ein japanisches Unternehmen hat eine Methode entwickelt, um Methanol in fester Form zu binden, sodass sich der Alkohol als sichere Energiequelle in Brennstoffzellen verwenden lässt. Nach einem Bericht der EETimes hat Kuria Water Industries das Verfahren auf der Brennstoffzellen-Messe FC Expo 2007 demonstrierte.

Flüssiges Methanol ist leicht brennbar und giftig wenn es austritt. Es erfordert aufwendige Behälter für Transport und Lagerung. Kuria schließt das Methanol in einer chemischen Verbindung ein, die Hohlräume bildet. Das auf Wasseraufbereitung spezialisierte Unternehmen kennt sich mit solchen Einschlussverbindungen aus, so genannte Klathrate.

Die trockene Masse besteht nur zum Teil aus Methanol und soll etwa halb so viel Energie liefern wie dieselbe Menge flüssigen Methanols. Dafür sei aber kein schwerer Spezialbehälter notwendig, was die mobile Anwendung in Brennstoffzellen erlaube.

Kurita hatte bereits im Oktober 2005 eine Brennstoffzelle mit festem Methanol vorgestellt, die damals aber noch Wasser benötigte. Die auf auf der FC Expo 2007 vorgeführte Version kam hingegen ohne Flüssigkeit aus. Die Japaner geben an, derzeit mit Mobilfunkunternehmen zu verhandeln. Mit ersten Produkten, etwa mobilen Ladegeräten für herkömmliche Akkus, sei frühestens im Sommer zu rechnen. Zukünftig will das Unternehmen seine Methanol-Verbindung in kompakten Steckkarten unterbringen, die direkt ein Handy mit Energie versorgen können. (kav)