UMTS-Beschleuniger für Datenempfang und -Versand
Nokia hat auf der CTIA Wireless in New Orleans eine I-HSPA-Lösung vorgestellt, die nicht nur wie HSDPA den Empfang, sondern auch den Datenversand beschleunigt.
Auf der CTIA Wireless 2005 in New Orleans hat Nokia eine Gesamtlösung für schnellen Datentransfer über UMTS-Netze vorgestellt. Sie beschleunigt nicht nur wie HSDPA den Empfang, sondern auch den Datenversand. I-HSPA (Internet High Speed Packet Access) fasst HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), der den Datenempfang via UMTS ab 2006 beschleunigen soll, und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) für die Senderichtung zusammen.
Beide Datendienste nutzen bessere Modulationsverfahren, um die Übertragungsraten in UMTS-Netzen zu erhöhen, die bislang bei maximal 384 kBit/s in Empfangs- und 64 kBit/s in Senderichtung liegen. Zunächst soll die erste Phase von HSDPA den Datenempfang auf bis zu 3,6 MBit/s steigern, was unter anderem das Websurfen beschleunigt, da dabei nur wenig gesendet, aber große Datenmengen empfangen werden.
Ericsson hatte auf dem diesjährigen 3GSM World Congress in Cannes schon die Phase 2 von HSDPA demonstriert und Empfangsraten zwischen 9 und 11 MBit/s erreicht. Das theoretische Maximum für die zweite Ausbaustufe von HSDPA liegt bei 14,4 MBit/s. In New Orleans konnte Ericsson bereits konstante 11 Mbit/s über ein kommerzielles WCDMA-Netz übertragen.
Nach der Einführung von HSDPA soll zunächst HSUPA folgen, das die Senderate von Daten auf 1,4 MBit/s erhöhen und im Endausbau maximal 5,8 MBit/s erreichen soll. Der UMTS-Uplink-Beschleuniger muss von der 3GPP jedoch noch als Standard verabschiedet werden. (rop)