3GSM: Ericsson-Chef erwartet Nachfrageschub

Die Branche rechnet mit einem Handy-Boom auf Märkten wie Indien oder China. In den Industrienationen dagegen sollen Breitbanddienste das Geschäft weiter wachsen lassen.

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  • dpa

Der weltgrößte Telekommunikations-Ausrüster Ericsson hat sich zuversichtlich über die Entwicklung der Branche in den kommenden Jahren gezeigt. Die Nutzung des Mobilfunknetzes werde um das Fünffache und die des Festnetzes um das Siebenfache steigen, sagte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg am heutigen Montagvormittag in Barcelona auf der Branchenmesse 3GSM. Einen konkreten Zeitraum nannte er nicht.

Der Manager bekräftige die Prognose für das laufende Geschäftsjahr, wonach Ericsson für den Bereich Netzwerke branchenweit mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent rechnet. Obwohl Svanberg die Prognose erst kürzlich gedrosselt hatte, schloss er einen höheren Zuwachs nicht aus. "Es ist dafür noch zu früh im Jahr", sagte er. Wie im vergangenen Jahr wolle der Weltmarktführer schneller als die Konkurrenz wachsen. Derzeit kommt der Konzern nach eigenen Angaben beim Mobilfunkstandard GSM auf einen weltweiten Marktanteil von über 40 Prozent.

Als Grund für die höhere Nutzung der Telekommunikationsnetze sieht der Ericsson-Chef den ungebrochenen Handy-Boom in den Schwellenländern. In Indien unterschreiben pro Monat 6,5 Millionen Menschen einen Mobilfunkvertrag. In den Industrienationen sorgt vor allem die steigende Nachfrage nach breitbandigen Diensten für ausgelastete Netze. (dpa) / (vbr)