FBI nimmt Nazi-Jäger auf Hacker-Kongress fest
Dem auch als Nazi-Jäger bekannten Privatdetektiv Steven Rambam wirft das FBI vor, sich als FBI-Beamter ausgegeben, einen Zeugen aus dem Zeugenschutzprogramm aufgesucht und auf diesen Einfluss genommen zu haben.
Der Privatdetektiv Steven Rambam, auch als Nazi-Jäger bekannt, wurde am vergangenen Wochenende kurz vor einem Vortrag auf dem Hacker-Kongress HOPE Number 6 in New York von FBI-Beamten festgenommen. Rambam wollte berichten, wie es ihm in nur viereinhalb Stunden gelungen ist, mehr als 500 Seiten an Daten über einen Kongressteilnehmer nur mit der Suche in öffentlichen und in einigen privaten Datenbanken zu sammeln.
Teilnehmer des Kongresses glaubten zuerst an einen PR-Gag Rambams, als dieser von den Beamten mit der Nachfrage, ob er bewaffnet sei, von der Bühne geholt, in Handschellen gelegt und schließlich abgeführt wurde. Wie US-amerikanische Medien jedoch am heutigen Dienstag berichten, wird Rambam vorgeworfen, sich als FBI-Beamter ausgegeben, einen Zeugen aus dem Zeugenschutzprogramm aufgesucht und auf diesen Einfluss genommen zu haben. Er gestand dies gestern vor dem New Yorker Bezirksgericht für den südlichen Distrikt und wurde daraufhin vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt. (dmk)