Tumbleweeds E-Mail-Firewall ermöglicht Einschmuggeln von Code

Angreifer könnten mit präparierten E-Mails die Kontrolle über Server erhalten, die Tumbleweeds E-Mail-Firewall einsetzen.

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Die E-Mail-Firewall von Tumbleweed kann beim Verarbeiten von E-Mails mit manipulierten LHA-Archiven im Anhang derart aus dem Tritt geraten, dass Angreifer Code einschleusen könnten, der mit den Rechten des Dienstes ausgeführt wird – üblicherweise sind dies Super-User-Rechte.

Die dafür verantwortliche Bibliothek wlha32.dll enthält gleich drei Schwachstellen. Die ersten beiden Sicherheitslücken bestehen in einer fehlende Längenprüfung der Datei- sowie der Pfadnamen in den erweiterten LHA-Headern. Das dritte Sicherheitsleck könnten Angreifer durch überlange Dateinamen in den Archiven ausnutzen.

Der Hersteller stellt zwar kein Update bereit, aber er empfiehlt als Gegenmaßnahme, den E-Mail-Firewall-Dienst zu beenden, die Datei wlha32.dll im Programmverzeichnis umzubenennen oder zu löschen und anschließend den Dienst neu zu starten.

Siehe dazu auch: (dmk)