Gewinneinbruch bei buch.de

Deutschlands zweitgrößter Internet-Buchhändler hofft nach Konsumflaute und Preisverfall bei Medien im Jahr 2004 für das laufende Jahr auf Besserung der Geschäfte.

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  • dpa

Deutschlands zweitgrößter Internet-Buchhändler buch.de hat 2004 wegen der Konsumflaute und des Preisverfalls bei Medien einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das operative Ergebnis (EBIT) sei um mehr als die Hälfte auf 210.000 Euro (2003: 523.000 Euro) gesunken, teilte die buch.de internetstores AG am Donnerstag in Münster mit. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank auf 338.000 Euro nach 663.000 Euro im Vorjahr. Der Umsatz sei im Gegensatz zum Einzel- und Sortimentsbuchhandel gestiegen -- um 2,9 Prozent im Vergleich zu 2003 auf 38,8 Millionen Euro.

Für 2005 sei ein Ergebnis über dem des Vorjahres geplant. Zahlen nannte das Unternehmen mit den Online-Shops buch.de, bol.de, thalia.de und ep-medienshop.de sowie Online-Töchtern in der Schweiz und Österreich nicht. Für 2005 seien Investitionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit -- etwa in den Internet-Auftritt -- geplant, auch geeignete Zukäufe seien nicht ausgeschlossen. "Wir halten immer Ausschau nach geeigneten Zukäufen", sagte Sprecherin Bettina Althaus, ohne Details zu nennen.

Der Verlauf des Jahres 2004 habe bereits eine positive Entwicklung gezeigt, urteilte das Unternehmen. Nach Umsatzverlusten im ersten Quartal -- minus 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum -- zogen die Umsätze in den verbleibenden neun Monaten mit plus 7 Prozent deutlich an. Anteilseigner an dem börsennotierten Unternehmen mit 56 Mitarbeitern ist neben der Bertelsmann-Buchclub-Sparte Direct Group (26,7 Prozent) die Douglas Holding (34,5 Prozent). Der Rest der Aktien ist in Streubesitz. Der Aktienkurs stieg am Vormittag an der Frankfurter Börse um 0,63 Prozent auf 3,20 Euro. (dpa) / (jk)