Discounter-Lieferant Medion setzt auf digitale Unterhaltungselektronik
Mit neuen Angeboten, weiterem Auslandswachstum und strengerer Kostenkontrolle will der PC-Hauslieferant von Aldi das Geschäft nach schwachem Start in diesem Jahr wieder stabilisieren.
Der Elektronikhändler und Handelsdienstleister Medion hat im vergangenen Jahr zwar mehr Elektronik-Ware an Aldi, Lidl und Co. verkauft, vor der Hintergrund sinkender Stückpreise aber weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Mit neuen Angeboten, weiterem Auslandswachstum und strengerer Kostenkontrolle wollen die Essener das Geschäft nach schwachem Start in diesem Jahr wieder stabilisieren. Eine Prognose für 2005 wollte der Vorstandsvorsitzende Gerd Brachmann angesichts anhaltend schwachen Konsumklimas in Deutschland nicht abgeben. Medion (1500 Beschäftigte) kauft weltweit bei bekannten Herstellern elektronische Geräte oder Komponenten in großen Stückzahlen ein und verkauft sie an Massenverkäufer im Einzelhandel.
Verkaufsaktionen, die Medion vor allem für seine Discount-Kunden organisiert, seien trotz der Konsumflaute in Deutschland auch 2004 wieder erfolgreich gewesen, betonte der Vorstandschef. Aber Dollarverfall, Preisverfall bei digitalen Geräten, höhere Logistikkosten durch kurzfristige Bestellungen der Kunden und eben die Konsumzurückhaltung in Deutschland hätten das Ergebnis geschmälert. Das florierende Auslandsgeschäft habe die Einbußen in Deutschland nicht wettmachen können.
Im laufenden Jahr will Medion verstärkt digitale Unterhaltungselektronik verkaufen. Flachbildschirm-Fernseher seien ein Schwerpunkt. Dabei soll voraussichtlicher auch ein kleiner Flach-TV mit integriertem DVB-T- Empfänger unter 200 Euro angeboten werden, sagte Brachmann. (dpa) / (jk)