Provider Getacom meldet Insolvenz an
Das Stuttgarter Unternehmen will am kommenden Freitag einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahren stellen, da die "Unternehmensentwicklung ins Stocken geraten" sei.
Der Stuttgarter Internet-Service-Provider Getacom ist zahlungsunfähig. Auf der Website des Unternehmens heißt es, am Freitag werde ein Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Stuttgart eingereicht. Dazu sei Getacom verpflichtet, da das Unternehmen nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen festgestellt hat, "dass unsere Unternehmensentwicklung ins Stocken geraten ist". Getacom bietet den Kunden für die einzelnen Produkte und Dienstleistungen Ausweichlösungen durch externe Anbieter an. Die telefonische Kundenbetreuung hat das Unternehmen indes eingestellt.
DSL-Flatrate-Kunden wird angeboten, mit dem bisherigen Leistungslieferanten ncore GmbH direkt einen Vertrag ohne Mindestlaufzeit abzuschließen. Informationen zu diesem Angebot sollen unter der Telefon-Hotline 0231-55751010 erhältlich sein. DSL-Kunden, deren Vertrag nicht auf einer monatlichen Abrechnung basiert oder die sonstige Forderungen gegen Getacom haben, werden gebeten, dem Unternehmen per Post eine genaue Aufstellung über die zuviel bezahlten Gebühren zuzuschicken.
Die Webhosting- und Domainverträge übernimmt der Hostinganbieter urlbase.de und die Elkhouse GmbH die Erfüllung der restlichen und durch die Kunden bezahlte Mindestvertragslaufzeit sowie die dazugehörige Kundenbetreuung im Rootserver-Bereich. Für die Übernahme der Verpflichtungen im neuen Geschäftsbereich Internet-Telefonie verhandelt Getacom derzeit noch mit einem Anbieter. Einzelheiten sind der Getacom-Website zu entnehmen. (anw)