Deutscher Internetpreis geht an Firmen aus Karlsruhe und Leipzig

Der Internetpreis des Bundeswirtschaftsministeriums stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema "Digitale Wertschöpfung im Mittelstand".

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  • dpa

Mit dem Deutschen Internetpreis 2005 des Bundeswirtschaftsministeriums sind am Dienstag in Stuttgart die mentasys GmbH aus Karlsruhe und die Spreadshirt GmbH aus Leipzig ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Er wurde auf dem Jahreskongress der Initiative D21 überreicht. Insgesamt hatten sich 584 Unternehmen für den Internetpreis beworben, der unter dem Schwerpunktthema "Digitale Wertschöpfung im Mittelstand" stand.

Mit seinem innovativen Fanartikelservice sei das Leipziger Unternehmen Spreadshirt zu einem der erfolgreichsten Internet-Startups der vergangenen Jahre avanciert, heiĂźt es in der WĂĽrdigung fĂĽr den Internetpreis. Die mentasys in Karlsruhe stellt den Betreibern von Webseiten Informationen und Techniken zur VerfĂĽgung, um den Nutzern der Website den Prozess der Kaufentscheidung zu erleichtern.

Vor über 1000 Teilnehmern des D21-Kongresses sagte der Vorsitzende der Initiative, Thomas Ganswind, Bildung und Qualifikation in Deutschland müssten weiter verbessert werden. Sie seien die wichtigste Voraussetzung, um mehr Innovationen hervorzubringen. Deutschland brauche mehr Innovationen, um das wirtschaftliche Wachstum anzukurbeln, um international Anschluss zu halten und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern. "Kenntnisse in Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Berufsleben bald so wichtig sein wie Lesen, Scheiben und Rechnen", sagte Ganswind, der auch im Vorstand von Siemens sitzt. "Deutschland kann sich das noch weitverbreitete IT-Analphabetentum nicht länger leisten." Von der großen Koalition erwarte er, dass sie bei ihren Sparaktionen dennoch die Qualifizierung des beruflichen Nachwuchses in den Bereichen Informationstechnologien vorantreibt.

Ganswind kritisierte, dass die meisten Schulen und Universitäten in Deutschland nur beiläufig Medienkompetenz vermittelten. Andere Länder seien in Sachen Medienkompetenz deutlich weiter. In Finnland etwa sei die Errichtung der Kommunikationsgesellschaft ein Staatsziel von Verfassungsrang. In Frankreich entstehe gerade eine virtuelle Elite-Hochschule für Wirtschaftswissenschaften. Ganswind schlug vor, dass es den Unternehmen rechtlich erleichtert wird, Mitarbeitern Hard- und Software für den Privatgebrauch zur Verfügung zu stellen. (dpa) / (jk)