Akamai verdient weniger, bleibt aber optimistisch
Das US-Unternehmen Akamai konnte im abgelaufenen Quartal zwar weniger Gewinn als im Vorjahr verbuchen, hob die Prognosen für das Gesamtjahr aber dennoch an.
Akamai, ein Dienstleister für Web-Loadbalancing und die schnelle Verarbeitung von Inhalten oder Geschäftsprozessen über das Internet, hat am gestrigen Mittwoch das Geschäftsergebnis für das zweite Quartal 2006 bekannt gegeben und die Prognose für das Gesamtjahr trotz zurückgegangener Gewinne angehoben.
In den vergangenen drei Monaten erzielte das Unternehmen 100,6 Millionen US-Dollar Umsatz und damit einen Gewinn von 11,3 Millionen US-Dollar oder 7 Cent pro Aktie. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte Akamai 64,6 Millionen US-Dollar umgesetzt und damit noch 15,9 Millionen US-Dollar oder 11 Cent pro Aktie verdient.
"Wir hatten ein außergewöhnlich starkes Quartal, das unsere Erwartungen übertroffen hat", freut sich CEO Paul Sagan. Akamai habe von der "Explosion bei digitalen Medien" und der weiteren Verbreitung von breitbandigen Internetanschlüssen profitiert. Das Unternehmen hatte unter anderem während der vergangenen Fußball-Weiltmeisterschaft für die Video-Streams auf der offiziellen Website der FIFA gesorgt.
Trotz des zurückgegangenen Gewinns hat das Unternehmen die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Akamai rechnet jetzt für 2006 mit Umsätzen von insgesamt 420 Millionen US-Dollar und einem Gewinn von 83 Cent pro Aktie. Vorher hatten die Netzspezialisten mindestens noch einen Umsatz von 380 Millionen US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie von etwa 73 Cent erwartet. Mit der neuen Prognose übertrifft Akamai die Erwartungen an der Börse, die entsprechend freundlich reagierte. (vbr)