Studie: Aufklärung über sicheren Online-Handel dringend nötig
Rund zwei Drittel der Befragten in einer Studie von TNS Infratest im Auftrag von eBay gaben an, sich mit dem Thema Sicherheit bei Internet-Transaktionen noch nicht richtig befasst zu haben.
Im Online-Handel ist nach einer Studie die Aufklärung der Käufer über Sicherheitsmaßnahmen dringend nötig. Vor allem gelegentliche Nutzer sind in Sachen Sicherheit nur unzureichend informiert. Das ergab eine am Dienstag in Hamburg vorgestellte repräsentative Studie von TNS Infratest im Auftrag des Online- Auktionshauses eBay. "Dabei fehlt es zumeist an den grundlegendsten Dingen", sagte Jens Krüger, Direktor von TNS Infratest. Wenig-Nutzer seien deshalb anfälliger für Betrügereien, weil sie mit Sicherheitsmaßnahmen nicht vertraut sind.
Rund zwei Drittel der Befragten gaben allerdings an, sich mit dem Thema noch nicht richtig befasst zu haben. Dabei ist die Sicherheit bei Transaktionen im Internet für mehr als 90 Prozent der Nutzer wichtig oder sehr wichtig. Dennoch sind 35,7 Prozent der Befragten keine Sicherheitsvorkehrungen bekannt. Bei gelegentlichen Internet-Käufern liegt der Anteil sogar bei 45,6 Prozent.
"Allerdings sind negative Erfahrungen auch in der Minderheit, die große Mehrheit der Geschäfte verläuft reibungslos", sagte Oliver Weyergraf, Sicherheitsexperte von eBay. Während 64,4 Prozent der Befragten noch überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht haben, beanstandeten 18,6 Prozent Lieferprobleme und 11,8 Prozent gelieferte Ware, die nicht der Beschreibung entsprach.
Die Verantwortung liegt nach Meinung der Befragten dabei nahezu gleich verteilt sowohl bei den Online-Anbietern als auch bei den Verbrauchern selbst (83,3 und 82,2 Prozent der Befragten). "Wir wollen neben weiteren Schutzmaßnahmen deshalb auch den 'Internet- Verstand' der Nutzer ausbilden", sagte Weyergraf. "Sicherheit braucht Aufmerksamkeit und eine breite Öffentlichkeit." Neben dem Ausbau von Sicherheitsleistungen wie dem neuen Treuhand-Service will eBay künftig verstärkt auf Aufklärung setzen. Das fange schon bei der Sprache an, die mit vielen unverständlichen Anglizismen durchsetzt ist, sagte Weyergraf. "Wir müssen eine Begrifflichkeit finden, die die Sachverhalte verständlicher macht."
Bereits vor einem Jahr hatte eBay-Geschäftsführer Dr. Stefan Groß-Selbeck von einem Projekt berichtet, das auf die auf Aufklärung der Nutzer setzen sollte: "Die Menschen müssen lernen, dass es so etwas wie einen gesunden Internet-Verstand gibt."
Für die repräsentative Studie wurden vom 6. bis 16. September insgesamt 1158 Nutzer in Deutschland ab 18 Jahren am Telefon befragt. Darunter waren 800 Personen, die bereits im Internet handeln oder in den vergangenen zwölf Monaten über das Internet eingekauft haben. (dpa) / (jk)