3GSM: Doppel-Handy für zwei aktive SIM-Karten

Die in Singapur ansässigen Qool Labs stellten zwei Mobiltelefone aus, die mit zwei verschiedenen SIM-Karten gleichzeitig online sein können; beim Aufbau einer Verbindung wählt der Nutzer eines der beiden Netze aus.

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Handys, auf die Inhaber mehrerer SIM-Karten schon seit Jahren warten, könnten bald aus Singapur kommen: Die in dem Stadtstaat ansässigen Qool Labs stellen auf der 3GSM in Barcelona zwei Mobiltelefone aus, die mit zwei verschiedenen SIM-Karten gleichzeitig online sein können. Die Geräte können in zwei verschiedenen Netzen auf eintreffende Anrufe oder Kurznachrichten warten. Beim Aufbau einer aktiven Verbindung wählt der Nutzer eines der beiden Netze aus. Ein Netzwechsel, wie er bei herkömmlichen Dual-SIM-Adaptern erforderlich ist, entfällt.

Das CoolPad 728G2 läuft unter Windows CE, unterstützt GPRS, verfügt über einen 2,8-Zoll-Touchscreen (240 × 320 Pixel), eine 1,3-Megpixel-Kamera, einen USB-Anschluss sowie einen Mini-SD-Slot (max. 1 GByte). 128 MByte ROM und 64 MByte RAM sind eingebaut. Im 172 Gramm wiegenden Gerät arbeitet ein ARM9-Prozessor mit 266 MHz. Beide GSM-Einheiten sind als Triband ausgelegt (900/1800/1900 MHz). Zur enthaltenen Software gehört ein Multimediaplayer (MP4, MP3, WMV, u. a.) Wordpad, ein Backup-Tool, eine Handschrifterkennung sowie Viewer für MS Word, Excel, Powerpoint und PDF. Die Standby-Zeit wird mit 80 bis 120 Stunden angegeben, die Gesprächszeit mit 2,5 bis 3 Stunden.

Das Zifferntastatur-Modell CoolPad 288 funktioniert nicht nur in zwei GSM-Netzen (samt GPRS) gleichzeitig, sondern alternativ auch in zwei CDMA-Netzen (samt CDMA1x) oder in je einem der Übertragungsverfahren. 512 MByte NOR-Flash,128 MByte RAM und Micro-SD-Karten mit maximal 1 GByte dienen als Speicher. Eine 2-Megapixel-Kamera fehlt ebensowenig wie eine integrierte Freisprecheinrichtung, ein WAP-2.0-Browser und eine Diktafonfunktion. Auf zwei Zoll sind 176 × 220 Pixel (262.144 Farben) untergebracht. Eine Akkuladung soll 92 bis 200 Stunden Standby oder drei Stunden Gespräch ermöglichen.

Qool Labs sucht nun Distributoren, Testgeräte gibt es zumindest derzeit nicht. Der Preis soll im "mittleren Bereich" liegen, was aber immerhin 600 Dollar bedeuten könnte. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)