Ungewisse Zukunft für Fraunhofer-Institut in Darmstadt
Die erfolglose Suche nach einem Institutsleiter und ein dürftiges Drittmittelaufkommen könnten das Ende des Fraunhofer IPSI in Darmstadt nach sich ziehen.
- Jürgen Seeger
Wie das Darmstädter Echo heute meldete, ist das Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) der Fraunhofer Gesellschaft von der Schließung bedroht. Betroffen davon wären rund 60 Mitarbeiter in Forschung und Verwaltung.
Hintergrund sind ein niedriges Drittmittelaufkommen, vor allem aber die seit nunmehr fünf Jahren andauernden Schwierigkeiten mit der Neubesetzung der Institutsleitung. Der Anfang 2005 für diese Stelle gewonnene Thomas Hofmann trat nach einem Jahr zurück, nun diskutiert man in der Münchner Zentrale über die Zukunft des IPSI. Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Hans-Jörg Bullinger, hat "weit reichende Veränderungen" angekündigt. Zurzeit laufen in verschiedenen Gremien Gespräche mit den Darmstädter Mitarbeitern und anderen Fraunhofer-Gesellschaften über die mögliche Verlagerung wichtiger Arbeitsgebiete.
Die Diskussionen sind ergebnisoffen, ihr Ergebnis wird im September dem Vorstand vorgelegt. Eine endgültige Entscheidung dürfte am 17. Oktober von Senat der Fraunhofer-Gesellschaft getroffen werden.
Beim IPSI handelt es sich um eine ehemalige Einrichtung der GMD, die im Rahmen der nicht unumstrittenen GMD-Fraunhofer-Fusion Teil der Fraunhofer Gesellschaft wurde. Schwerpunkte des Instituts sind bestimmte Aspekte der Informationstechnik wie moderne Arbeits- und Erlebniswelten, E-Learning und Vitual Reality. (js)