Planet Reseller feiert Jubiläum und ist größer denn je
Der Planet Reseller ist eine feste Einrichtung der CeBIT. Im Fachhandelszentrum trifft sich der Channel. Die Aussteller, Distributoren, Hersteller und Dienstleister, gehen mit hohen Erwartungen ins Jubiläumsjahr.
Die Geburtstagstorte ist bereits verzehrt: CeBIT-Chef Frank Pörschmann (li.) schneidet mit Marcel Schneider, Fujitsu-Deutschland-Chef, schon mal die Torte an
Zehn Jahre Planet Reseller. Das Fachhandelszentrum der CeBIT (vom 6. bis 10. März) feiert Jubiläum. Mehr Aussteller und mehr Ausstellungsfläche denn je. Die Halle 14/15 ist nahezu komplett vom Planet belegt. Etwa 200 Aussteller, Hersteller, Distributoren und Dienstleister hoffen auf stürmische fünf Messetage.
„Wir sind für alles gerüstet, wollen auf jeden Fall unsere Besucherzahl vom vergangenen Jahr überbieten“, sagt Sven Glatter am Vorabend der Messe im Gespräch mit heise resale. Der Geschäftsführer der Systemhauskooperation Comteam, eine Gesellschaft innerhalb der ElectronicPartner-Gruppe, sieht durchaus die Chance, auf mehr als 1.000 Besucher zu kommen. „Für uns gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, dass nicht genügend Besucher auf unseren Stand kommen. Und das sind nicht nur Mitglieder, sondern auch viele interessierten Systemhausbetreiber“.
Am Start: Planet Reseller 2012 (16 Bilder)

Exklusiv für den Fachhandel
Ähnlich erfreut blickt auch Uwe Bauer vom Stand der Komsa AG auf die Aufbauarbeiten am Vortag. Bauer, Vorstand der zur Komsa-Gruppe gehörenden TK-Fachhandelskooperation Aetka, gibt sich betont locker. „Wir werden sicherlich eine gute Messe haben“, ist er überzeugt. Für Aetka bedeutet die Beteiligung im Planet eine Rückkehr zur CeBIT. 2008 war die Gruppe zum letzten Mal in Hannover dabei. „Wir konzentrieren uns auf unsere Partner und ihr Geschäft“, beschreibt Bauer das Messeengagement. „Hannover ist ein gutes Pflaster, um viele unserer Mitglieder zu treffen.“ Das soll vor allem in der „Aetka Business Class“ stattfinden.
Gutes Vorzeichen: Proppevolle Terminkalender
Beim Gang durch den Vormesse-Planet fallen ein paar wenige Messestände besonders auf: Jene, die bereits am Nachmittag des Vortages komplett aufgebaut und ausgestattet sind. Einer davon gehört Smartbook. Sales Director Reimund Sudheimer findet allerdings immer wieder ein Detail, das noch mal gerade gerückt wird. Und er findet die Messe für sein Unternehmen „einfach ideal“. Auf jeden Fall sei er mit großen Erwartungen nach Hannover gereist. Neue Produkte und ein proppevoller Terminplan lassen hoffen. Ähnlich auch die Erwartungshaltung bei Coby-Geschäftsführer Hans-Joachim Gruneck, oder bei Michael Kempf, Vorstand der MKS AG.
Tatsächlich ist die Stimmung am Vortag der Messeeröffnung durchweg positiv. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall. Gelegentlich herrschte Skepsis vor. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Branche wieder ein paar reizvolle Themen, manche sprechen von Sexy-Themen, hat. Die Tablets beispielsweise, die auch für den Handel und damit die Planet-Besucher, interessant sind. Und vor allem sehr viel neue Peripherie rund um Tablets und die ganzen „i“-Produkte. Selbst bei der „Cloud“ sind die Aussteller im Fachhandelszentrum durchaus positiver gestimmt, obwohl der IT-Handel nach wie vor die Frage stellt, wo und wie er daran verdienen kann.
Ein paar wichtige Namen gehen dem Planet ab
Natürlich fehlen dem Planet auch in diesem Jahr einige große Distributoren. Die drei Broadliner sind einmal mehr nicht in Hannover vertreten. Aber auch von den anderen Vollsortimentern oder Spezialdistributoren sind längst nicht alle wichtigen Unternehmen dabei. Wenngleich die Messeleitung gern zu bedenken gibt, dass es in diesem Jahr ja wieder „einige neue Aussteller oder Rückkehrer“ gebe, beispielsweise die Distributoren Actidis, Ecom, Hantz & Partner, Herweck, Jet Computer und Kosatec, die Kooperation Aetka oder auch Hersteller und Dienstleister wie AEG Power Solution, Imation, Intenso, Kaspersky, Listan, NComputing, Open-E, Primera, Santok, Silicon Power, SilverStone, Smartbook und Targus sowie Telefonica. Was richtig ist, aber eben nur zu einem Teil. Was sich dann in der Aussage von CeBIT-Chef Frank Pörschmann niederschlägt: „Das Erfolgsrezept des Planet Reseller ist die gezielte Ausrichtung auf die spezifischen Bedürfnisse der beteiligten Unternehmen und Fachbesucher.“ Darum würden Hersteller und Distributoren den Planet gezielt dazu nutzen, um „exakt die für sie wichtigen Kunden zu erreichen“.
Auf jeden Fall hat sich der Planet Reseller in den zehn Jahren – die ersten Jahre noch in der Halle 25 – zu einem beispiellosen Fachhandelszentrum entwickelt. Im IT-, TK- und CE-Umfeld gibt es keine Messe, die mit etwas Ähnlichem aufwarten könnte. Sicherlich werden sich im Jubiläumsjahr die Erfolge der Vorjahre steigern lassen.
Für die CeBIT insgesamt aber birgt der Planet eine kleine Gefahr: Immer öfter überlegen Hersteller, ob sie außerhalb oder innerhalb des Planet ausstellen sollen. (map)