Alcatel-Lucent will ein FĂĽnftel der Stellen in Deutschland abbauen
Rund 1.000 Arbeitsplätze stehen damit auf der Kippe. Wichtigster deutscher Standort von Alcatel-Lucent ist Stuttgart.
Der französisch-amerikanische Kommunikationstechnik-Anbieter Alcatel-Lucent will beim geplanten Abbau von 12.500 der insgesamt 80.000 Stellen auch in Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze streichen. Ein Fünftel der 5.000 Stellen in Deutschland falle weg, teilten die Gewerkschaften des Konzerns am Mittwoch in Paris mit. Der wichtigste deutsche Standort ist Stuttgart.
In Frankreich will Alcatel-Lucent nach eigenen Angaben binnen zwei Jahren 1.468 Stellen streichen. Das seien zwölf Prozent aller Stellen. Dazu sollen den Gewerkschaften zufolge weitere 320 befristete Jobs wegfallen. Das belgische Werk Geel sei verkauft worden. Die Arbeitnehmervertreter wollen am morgigen Donnerstag mit Arbeitsniederlegungen gegen die Stellenstreichungen protestieren.
In der vergangenen Woche hatte der Konzern den ersten gemeinsamen Quartalsbericht der vormals eigenständigen Unternehmen Alcatel und Lucent vorgelegt und dabei Verluste in Höhe von 618 Millionen Euro ausgewiesen. Konzernchefin Patricia Russo kündigte daraufhin eine Verschärfung des Sparkurses an. Statt der schon länger geplanten Streichung von 9.000 Stellen sollen nun 12.500 Arbeitsplätze wegfallen. Russo erhofft sich davon zusätzliche Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro. (pmz)