Lexmark warnt vor gefälschten Tonerkartuschen
Nach Verhaftungen in mehreren US-Bundesstaaten wegen gefälschter Verbrauchmaterialien warnt der Hersteller auch deutsche Händler und Endverbraucher.
Bei Hausdurchsuchungen in den US-Bundesstaaten Pennsylvania, New Jersey und Florida wegen des Verdachts auf Produktfälschung wurden 13.000 nachgemachte Verpackungen für Lexmark-Toner sichergestellt und zwei Personen festgenommen, berichtet der Drucker-Hersteller. Zudem seien Geschäftsunterlagen beschlagnahmt worden sowie Vorlagen und Druckwerkzeuge zur Herstellung der gefälschten Verpackungen sicher gestellt worden.
Fälle von Produktfälschungen bei Druckerzubehör treten laut Lexmark auch in Europa immer wieder auf. So will der Hersteller allein im Nordwesten Deutschlands innerhalb der letzten zwölf Monate in insgesamt drei Fällen erfolgreich gegen Produktpiraterie vorgegangen sein. In allen drei Fällen seien gefälschte Lexmark-Tonerkartuschen in Umlauf gebracht worden. Die Branche selbst beziffert den jährlichen Schaden durch solche Produktfälschungen weltweit auf über eine Milliarde US-Dollar.
Betroffene Kunden sollen sich bei einem Verdacht auf gefälschte Produkte über die Website der Imaging Consumables Coalition (ICCE) informieren und gegebenenfalls suspekte Verbrauchsmaterialien überprüfen lassen. Verdächtig sei es vor allem, wenn ein Markenprodukt sehr viel billiger als sonst üblich angeboten werde. (tig)