ADAC: Langfinger entdecken Navigationsgeräte
Nach Angaben des Autoclubs verdoppelte sich 2004 die Zahl der in Berlin gestohlenen Geräte gegenüber 2003 auf 4000. Besonders beliebt seien Routenfinder von Mercedes und Volkswagen.
Die Zahl der Diebstähle von Navigationsgeräten hat sich in Berlin nach Angaben des Automobilclubs ADAC im vergangenen Jahr verdoppelt: In der Hauptstadt seien im Jahr 2004 mehr als 4000 Geräte gestohlen worden. Betroffen seien alle Autos, aus denen die Geräte leicht ausgebaut werden könnten. Besonderen Gefallen hätten die Langfinger an den Marken Mercedes-Benz und Volkswagen.
Nach Angaben des ADAC-Experten für Elektrik, Dieter Helmut Schmaler, sind dem Club jedoch bislang keine derart steigenden Diebstahlzahlen aus dem übrigen Bundesgebiet bekannt. Auf dem deutschen Markt seien geklaute Navigationshilfen auch "kaum interessant". Vielmehr dienten die gestohlenen Navigationsgeräte dazu, Unfallautos oder gestohlene Kfz "aufzupolieren". Daher sei der Kauf von Gebrauchtwagen aus dem Ausland, besonders aus östlichen Ländern, kritisch zu prüfen. "Oft sind die Unfallautos nicht sachgerecht repariert, und die nachträglich eingebauten Navigationsgeräte verfügen auch nicht über alle Funktionen", betont Schmaler.
Sollte man ein Auto mit einem gestohlenen Navigationsgerät an Bord erworben haben, macht man sich damit nach Einschätzung des ADAC nicht strafbar. Stelle sich allerdings heraus, dass das Gerät gestohlen worden sei, könne es beschlagnahmt werden. (ssu)