Time Warner zahlt 300 Millionen US-Dollar wegen Bilanzunstimmigkeiten
Der Konzern hat gegenüber der US-Börsenaufsicht auch eingewilligt, seine Bilanzen wegen aufgeblähter Werbeumsätze bei der Internetsparte AOL neu zu erstellen.
Der Medienkonzern Time Warner muss im Zusammenhang mit Bilanzunstimmigkeiten 300 Millionen Dollar Strafe zahlen und seine Bilanzen neu erstellen. Gegen die Zahlung der Summe an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) werde das Verfahren wegen Betrugs eingestellt, teilte die Behörde heute mit. Das Geld solle geschädigten Investoren zufließen. Im Dezember hatte Time Warner bereits einen Vergleich mit dem US-Justizministerium geschlossen und sich zur Zahlung von 210 Millionen US-Dollar bereit erklärt.
Zugleich habe Time Warner eingewilligt, seine Bilanzen wegen aufgeblähter Werbeumsätze bei der Internetsparte AOL neu zu erstellen. Die Bilanzunstimmigkeiten reichen von 2002 bis ins Jahr 2000 zurück. Insgesamt seien im Onlinegeschäft um rund 500 Millionen Dollar zu hohe Umsätze ausgewiesen worden. Außerdem habe Time Warner im zweiten, dritten und vierten Quartal 2001 die Kundenzahl zu hoch angegeben, um den Investoren vorzutäuschen, das Unternehmen habe seine Ziele erreicht. (anw)