Turbine an Bord: Pininfarina Cambiano
Eleganz und Sportlichkeit, aber bitte umweltfreundlich: Das ist die Devise hinter der Studie Cambiano, die Pininfarina auf dem Genfer Autosalon 2012 zeigt. Sie bietet einige Überraschungen
- rhi
Genf (Schweiz), 8. März 2012 – Pininfarina gehört nicht unbedingt zu den Pionieren der Hybridtechnik, darf sich aber mit Fug und Recht zu den Großen unter den Kreativen zählen. Insofern passt es dann doch wieder, dass die Italiener in Genf einen schnittigen Elektrowagen mit Range-Extender zeigen, der trefflich illustriert: Womit man die Batterie lädt, ist ihr egal – in diesem Fall setzt Pininfarina auf eine Mikroturbine, die man eher in einem Flugzeug erwartet hätte.
Dezente Limousine
Der 5,04 Meter lange und 1,36 Meter flache Cambiano ist nach dem Ort nahe Turin benannt, in dem Pininfarina seinen Sitz hat. Laut der berühmten Designschmiede handelt es sich bei der Studie um eine "Luxus-Sport-Limousine". Straffe Linien und fließende Oberflächen sollen mit dem allgemeinen Designtrend brechen, der laut Pininfarina momentan mit zu vielen Elementen überladen ist. Die Reinheit der Form gilt den Italienern als oberster Wert. Ungewöhnlich ist beim Cambiano die Anordnung der Türen: Auf der Fahrerseite gibt es eine lang gezogene Öffnung, während auf der Beifahrerseite zwei Portale ohne B-Säule den Einstieg erleichtern. Die Passagiere im Fond können sich an einer Videoprojektion des spanischen Künstlers Javier Fernandez erfreuen, die im Dachhimmel zu sehen ist. Insgesamt wiegt der Cambiano 1695 Kilogramm. Kohlefaser kommt bei der Fahrgastzelle zum Einsatz, während die Knautschzonen aus Aluminium bestehen. Durch diesen modularen Aufbau sind laut Pininfarina verschiedene Derivate möglich.
Turbine an Bord: Pininfarina Cambiano (20 Bilder)

Pininfarina stellt auf dem Genfer Auto-Salon 2012 die Studie Cambiano vor.
Das Cockpit des Cambiano ist in drei verschiedene Zonen gegliedert: Fahrzeugfunktionen und Leistung, Navigation und Komfort sowie Multimedia-Anbindungen. Das zentrale Display informiert über die Kraftverteilung, Reichweite, Geschwindigkeit, Füllstände von Batterie und Kraftstofftank sowie die verschiedenen Fahrmodi. Im Sichtfeld des Fahrers werden unter anderem Navigations- und Warnhinweise angezeigt. Ein Touchpad ersetzt die klassische Mittelkonsole. Als nettes Extra befindet sich im Armaturenbrett eine limitierte Uhr des Schweizer Unternehmens Bovet 1822. Sie kann herausgenommen werden und fungiert dann als Armbanduhr.