Technologiekonzern Unaxis mit hohem Verlust
Der Schweizer Technologiekonzern, aus dem Rüstungsbetrieb Oerlikon-Bührle hervorgegangen, führt die Verluste auf den Geschäftsbereich Display-Technologie (Flachbildschirme) sowie auf Umstrukturierungskosten beim Halbleiterhersteller Esec zurück.
Der Schweizer Technologiekonzern Unaxis ist 2004 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust belief sich auf 378 Millionen Franken (rund 244 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Zürich mitteilte. 2003 war noch ein Gewinn von 32 Millionen Franken (ca. 21 Millionen Euro) ausgewiesen worden. Der Fehlbetrag sei hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Display-Technologie (Flachbildschirme) sowie auf Umstrukturierungskosten beim Halbleiterhersteller Esec zurückzuführen.
Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken (1,19 Milliarden Euro). Wachstumsmotor war Asien. Die Region mit einem Anteil von 44 Prozent am Konzernumsatz wurde im vergangenen Jahr erstmals zur wichtigsten Absatzregion. Die Bestellungen gingen 2004 allerdings leicht auf 1,78 Milliarden (1,15 Milliarden Euro) Franken zurück.
Unaxis ist aus dem Rüstungsbetrieb Oerlikon-Bührle hervorgegangen und vor allem in den Bereichen Beschichtung, Vakuumsysteme sowie Produktionssysteme für Datenspeicher und optische Komponenten aktiv. Im Halbleitergeschäft prüft Unaxis derzeit einen Verkauf oder Kooperationen. Der Konzern steht im Visier der österreichischen Financiers Mirko Kovats und Ronny Pecik, die nach Medienberichten über eine Beteilungsgesellschaft vier Prozent der Aktien und 22,5 Prozent über Optionen halten. In einem Interview kritisierten die Investoren das Unaxis-Management, das den Konzern in den Misserfolg geführt habe. (dpa) / (jk)