NEC und Matsushita kooperieren - auch mit Texas Instruments
Die Elektronikriesen setzen auf vereinte Kräfte bei der Handy-Entwicklung. Mit Texas Instruments entwickeln die Japaner eine Chiplösung für Handys der nächsten Generation.
Die nach jüngsten Berichten geplante Zusammenarbeit von NEC und Matsushita (Panasonic) bei der Entwicklung von Handy-Software geht weiter, als zunächst angenommen. Wie beide Konzerne mitteilten, werde ein gemeinsames Tochterunternehmen für die Entwicklung von neuen Handys sowie einer Hard- und Softwareplattform gegründet. Ein weiteres Joint Venture der beiden Elektronikriesen mit Chiphersteller Texas Instruments werde sich der Entwicklung von Chiplösungen für 3G/3.5G-Handys (UMTS. HSDPA) widmen und diese global lizenzieren.
Zusammen mit Chiphersteller Texas Instruments wollen die beiden Elektronikkonzerne noch im August die gemeinsame Tochter Adcore-Tech gründen. Das Joint Venture wird von den Eltern mit 12 Milliarden Yen (82 Millionen Euro) alimentiert. Etwa 180 Mitarbeiter sollen eine Chiplösung für die grundlegenden Kommunikationsfunktionen moderner 3G-Handys sowie weiterer Entwicklungen auf die Beine stellen und weltweit vermarkten. Dafür stellen die drei Muttergesellschaften ihre Lizenzen bestimmter Schlüsseltechnologien zur Verfügung. Texas Instruments sowie die Chipsparten von NEC und Matsushita erhalten im Gegenzug eine Fertigungslizenz für die neue Technologie und liefern Chips für die Herstellung bei NEC und Matsushitas Handysparte Panasonic Mobile. NEC und Matsushita halten je 44 Prozent an Adcore-Tech, Texas Instruments ist mit 12 Prozent beteiligt.
Unter anderem mit den Adcore-Chips soll ein weiteres, bisher noch unbenanntes Joint Venture von NEC und Matsushita ab Oktober 2006 mit etwa 140 Mitarbeitern am Standort Yokohama eine Hard- und Softwareplattform für 3G/3.5G-Handys entwickeln. Mit der gemeinsamen Handy-Entwicklung wollen NEC und Matsushita doppelten Aufwand und unnötige Kosten vermeiden. Den Plänen zufolge sollen die Endgeräte zwar auf einer identischen Plattform basieren, Planung, Produktentwicklung, Herstellung und Vermarktung werden die Partner aber weiterhin in Eigenregie übernehmen. Erste auf der neuen Plattform aufbauende Geräte soll es im Herbst 2007 geben. (vbr)