Zwölf Bewerber für Mobilfunklizenz in Katar
Von den ursprünglich 19 Bewerbern für eine Mobilfunklizenz im bisher von einem Monopol beherrschten Telekommunikations-Markt des Emirates Katar sind noch zwölf im Rennen.
Insgesamt 19 Bewerber hatten sich um die zweite Mobilfunk-Lizenz im Emirat Katar beworben, zwölf haben es jetzt in die zweite Runde geschafft. Katar ist das letzte Land der Region im Nahen Osten mit einem Telekommunikationsmonopol, weist aber trotzdem eine Mobilfunkpenetration von über 110 Prozent auf. Es gibt also mehr Mobilfunkanschlüsse als Einwohner, deren Anzahl 2005 bei 813.000 lag. Die Bevölkerung wächst jedoch rasch, bereits 2015 sollen 1,34 Millionen Menschen in dem Land am Persischen Golf leben. Eine Studie der Arab Advisors Group wies Katar kürzlich wenig überraschend als das Land des Nahen Ostens mit dem geringsten Wettbewerb am Mobilfunkmarkt aus.
Die katarische Regulierungsbehörde ictQATAR hat nun jene zwölf Bewerber genannt, die sich um die Mobilfunklizenz bewerben dürfen: Ein Konsortium mit Airtel (Indien), ein Konsortium mit Verizon (USA), AT&T (USA), Batelco (Bahrain), Digicel (Jamaika), Etisalat (VAE), Jordan Telecom (Jordanien), MTC (Kuwait), Orascom Telecom (Ägypten), ein Konsortium mit Omantel (Oman) und Belgacom (Belgien), Reliance Telecom (Indien) sowie Vodafone (Großbritannien). Im nun folgenden Verfahren sollen Kriterien wie Expertise, Branchenwissen, finanzielle Sicherheiten und Selbstverpflichtungen den Ausschlag geben. Der Gewinner soll im Oktober bekannt gegeben werden.
Aus dem Telekommonopol resultieren auch hohe Tarife für Telefonate ins Ausland und vom Ausland nach Katar. Dies ist für viele Bürger ein Ungemach. Rund 80 Prozent der Einwohner Katars sind Ausländer. (Daniel AJ Sokolov) / (vbr)