GSA meldet weltweit deutliche Zunahme an LTE-Netzen

Der Interessenverband sieht nicht nur, dass sich die Mobilfunktechnik der vierten Generation etabliert, sondern erwartet auch eine beschleunigte Verbreitung des Turbo-Funks.

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Die Global mobile Suppliers Association (GSA) meldet, dass derzeit über 300 Mobilfunkprovider entweder bereits LTE-Netzwerke kommerziell betreiben oder zumindest Feldversuche und Studien unternehmen. Vor einem Jahr war es noch weniger als die Hälfte. Jetzt seien 242 LTE-Netze entweder bereits im öffentlichen Betrieb oder in fortgeschrittenem Planungsstadium. Sie verteilen sich auf 81 Länder. Weitere 59 Betreiber in 14 anderen Ländern melden Testläufe. Kommerzielle LTE-Dienste gibt es nun in insgesamt 32 Ländern, darunter auch in solchen, die man nicht spontan zu Mobilfunkvorreitern zählen würde, beispielsweise Armenien, Kirgisistan oder Uruguay.

Die GSA geht von einer weiter beschleunigten Einführung von LTE-Diensten aus: Der Interessenverband sagt für dieses Jahr den öffentlichen Start für insgesamt 128 LTE-Netzwerke voraus. Im Jahr 2009 waren die ersten beiden LTE-Netze zu verzeichnen, 2010 gingen bereits 15 neue an den Start, 2011 waren es 31 und seit Januar 2012 wurden schon 9 weitere Netze in Betrieb genommen. Beobachtern zufolge wird sich die Verbreitung der LTE-Netze nur wenig zeitversetzt auch in der Zahl der Teilnehmer niederschlagen. Bis Ende 2012 sollen es weltweit 22 Millionen werden. Für 2013 werden 63 Millionen Nutzer erwartet und im Jahr 2014 sollen es bereits 156 Millionen werden.

Auffällig an der Netzverteilung ist, dass viele LTE-Betreiber das 1800-MHz-Band einsetzen (LTE1800). Allein 14 kommerziell betriebene LTE-Netze verwenden dieses Band, darunter seit kurzem auch die Telekom mit ersten Netzen in Köln, Frankfurt und München. Weitere LTE1800-Netze sind in Vorbereitung.

In ihrem LTE-Report fasst die GSA wiederkehrend diverse Aktivitäten der 4G-Mobilfunkbrache zusammen, darunter Betreiberpläne, Netzentwicklungen, Feldversuche, Spektrumbedarf, Standardisierungsaktivitäten, Voice-over-LTE-Einführungen und auch Geräteverfügbarkeit auf dem Weltmarkt. (dz)