Microsoft verbilligt Office-Webdienste

Die meisten Abonnements fĂĽr Webdienste aus Microsofts Office365-Sortiment gibt es nun um 15 bis 20 Prozent billiger.

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Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Seit dem heutigen Donnerstag offeriert Microsoft ebenso wie seine Vertriebspartner Office365, also die Dienste gehosteter Exchange-, SharePoint-, Lync- und Office-Server (für MS Office Web Apps) zu größtenteils verminderten Gebühren. Für Unternehmens-relevante Dienstsortimente, die sogenannten Pläne E1 bis E4, reduziert sich der Preisbereich von ursprünglich 9 bis 25,50 Euro Netto je Nutzer und Monat auf Beträge von 7,25 bis 20,75 Euro, also um 12 bis 20 Prozent. Die Gebühren für zusätzlichen Speicherplatz im Web sind sogar von 2,23 auf 0,18 Euro je GByte und Monat gesunken.Auch die Pläne A1 und A2 für Bildungseinrichtungen verbilligen sich prinzipiell um gut 10 Prozent, außerdem soll A2 künftig nicht nur für Studenten, sondern auch für Lehrpersonal ganz kostenlos zu nutzen sein.

Das Angebot für Selbständige und kleine Unternehmen, der sogenannte Plan P, bleibt mit 5,25 Euro pro Nutzer und Monat von der Preissenkung ausgenommen.

Als Begründung für den Preisnachlass nennt Microsoft in einem Blogpost, der Konzern habe seine Kosten beim Betrieb der zugehörigen Server senken können, weil sich so viele Kunden für das Dienst-Angebot eingefunden hätten, und die Kostensenkung könne man eben an die Kunden weitergeben.

Das Argument, die Gebühren für derartige Webdienste würden weniger durch reale Betriebskosten als durch die Zahlungsbereitschaft am Markt bestimmt und die Preissenkung sei schlicht eine Reaktion auf unbefriedigenden Markterfolg, lässt sich mit Microsofts Vertriebszahlen weder belegen noch entkräften. Nach Aussage von Martin Berchenbreiter, Microsofts General Manager "Mittelstand & Partner", hat sich die Zahl der Office365-Abonnenten seit Oktober 2011 von 2200 auf rund 5000 erhöht. Der Zuwachs dürfte aber zum Teil auf Umsteiger des abgekündigten Vorläuferprodukts Office Live Small Business zurückzuführen sein. Immerhin erklärte ein Microsoft-Sprecher gegenüber heise online, für eine Preissenkung wegen mangelnder Nachfrage sei Office365 noch reichlich jung am Markt. Das Produkt sei noch in der Anlaufphase, in diesem Zeitraum sind politisch motivierte Preissenkungen in der Tat unüblich.

Siehe dazu auch:

Microsoft Office 365 im heise Software-Verzeichnis

(hps)