Elektronisches Kindermädchen mit GPRS

Siemens hat ein mobiles Notfall- und Ăśberwachungs-System entwickelt, dass etwa auf Kleinkinder aufpassen und die Eltern per SMS warnen soll.

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Mobilfunk-Kästchen als Notruf- und Überwachungssystem: das Siemens Ay

Handys baut Siemens nach der BenQ-Siemens-Pleite nicht mehr, stattdessen hat der Hersteller nun ein kleines Gerät namens "Ay" vorgestellt, dass als Kommunikations-Gerät verschiedene Aufgaben erfüllen soll. Mit dem Ay-Family etwa will Siemens Kleinkinder überwachen: Das Kästchen enthält Temperatur- und Bewegungssensoren sowie ein Mikrofon. Fängt das Kind beispielsweise an zu weinen, warnt das Gerät über ein GSM/GPRS-Modul die Eltern per SMS. Da ein Lautsprecher eingebaut ist, taugt das Ay im Prinzip auch zum Telefonieren. Das Java-System des Kästchens soll sich künftig über den Ay-Server AyPilot.com per Fernbedienung konfigurieren lassen.

Bedient wird das Ay-Gerät über vier Sensor-Tasten und einen kleinen Touchscreen, der auch als Panik-Taste Verwendung findet. Damit soll es sich auch als Notruf-Begleiter für ältere Menschen eignen. Über so genannte "AySnap-Ons" kann man das Basisgerät mit Hardware-Zusätzen wie einem GPS-Modul ausstatten. So lässt es sich zur Flottenüberwachung oder als Notruf-Modul für Wanderer einsetzen. Die Open-Java-Plattform erlaubt es, auch eigene Anwendungen zu erstellen. Weitere Anwendung wie Maschinen-Überwachung oder Einbruchsmelder sind denkbar. Wann und zu welchem Preis die Ay-Lösung auf den Markt kommen soll, gab Siemens noch nicht bekannt. (rop)