Telefonica kündigt Rechtsmittel gegen EU-Bußgeld an
Der spanische Telecomkonzern sieht die Entscheidung der EU-Kommission als ungerechtfertigt und überzogen an.
Der spanische Telecomkonzern Telefonica hat den von der EU-Kommission erhobenen Vorwurf des Marktmissbrauchs am Mittwoch scharf zurückgewiesen. Zugleich kündigte das Unternehmen an, es werde das verhängte Bußgeld von 151,9 Millionen Euro umgehend beim Luxemburger EU-Gericht anfechten. "Die Entscheidung der EU-Kommission ist juristisch wie wirtschaftlich ungerechtfertigt und überzogen", kritisierte der Konzern in Madrid in einer Mitteilung.
Telefonica habe sich strikt an die Vorgaben der spanischen Regulierungsbehörde CMT gehalten. Diese habe bescheinigt, dass die Entwicklung der Wettbewerbssituation im Bereich der schnellen Internetzugänge in Spanien zufrieden stellend sei. Der Marktanteil Telefonicas in diesem Bereich sei in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. Das Unternehmen sei bestraft worden, weil es einen Widerspruch zwischen den spanischen und den europäischen Normen gebe. Dies schaffe große juristische Unsicherheit.
Die EU-Kommission wirft Telefonica vor, den Konkurrenten beim Weiterverkauf von schnellen Internetzugängen zu viel berechnet zu haben. (dpa) / (anw)