Infineon beendet Glasfasergeschäft endgültig

Eine Fertigung in Tschechien verkauft der deutsche Chip-Hersteller, das Geschäft mit parallelen optischen Komponenten wird eingestellt.

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Von
  • Jürgen Kuri

Nach dem Verkauf des größten Teils seiner Glasfaseraktivitäten hat der Halbleiterhersteller Infineon auch für die verbliebenen Teile des Geschäfts Lösungen gefunden. Eine Fertigung in Tschechien sei an den Automobilzulieferer Siemens VDO Automotive verkauft worden, teilte der deutsche Chip-Hersteller mit; VDO will dort ab Sommer 2006 Elektromotoren produzieren, während Infineon bis dahin noch ausstehende Aufträge erfüllen kann. Das Geschäft mit parallelen optischen Komponenten (Paroli) wird eingestellt, erklärte Infineon. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit den Kunden getroffen, die letzten Aufträge sollten in den nächsten Quartalen abgearbeitet werden.

Im August 2005 hatte Infineon zuletzt mit der taiwanischen EZConn Corporation eine Vereinbarung über den Verkauf des Geschäfts mit bidirektionalen Komponenten für optische Netze und Anschlusstechniken geschlossen. Die Transceiver waren, nach einigen Querelen über die finanziellen Bedingungen der Transaktion und dem Scheitern des Komplettverkaufs der Glasfasersparte, an Finisair verkauft worden. Einige Standorte der Glasfasersparte waren zudem geschlossen worden. Laut Infineon konnten insgesamt nun die operativen Verluste aus dem Glasfasergeschäft in den Bilanzen eliminiert werden. (jk)