RIM warnt vor Jailbreaks
Wer seinen BlackBerry oder sein PlayBook per Jailbreak öffnet, verletzt die Herstellergarantie. Darauf weist Research in Motion hin. Außerdem könne der so aktivierte Root-Zugriff die Stabilität des Geräts gefährden.
- Christian Kirsch
Adrian Stone, Leiter des BlackBerry Incident Response Teams (BBIRT) bei Research in Motion (RIM), warnt in einem Beitrag auf dem Blog für Unternehmenskunden eindringlich vor Jailbreaks. Diese Technik, einen Administratorzugang für ein Gerät zu erlangen, sei in der Mobilindustrie inzwischen weit verbreitet. Sie dient vor allem dazu, Software unabhängig von den Online-Läden der jeweiligen Anbieter zu installieren.
Nachdem er zwei Arten des Jailbreak (absichtliche und durch Softwarefehler ermöglichte zufällige) beschrieben hat, weist Stone auf die Folgen hin. "Kunden, die ein Jailbreaking-Tool auf BlackBerry-Produkte anwenden, verlieren die Herstellergarantie." Zudem könnten sich langfristig Stabilität und Benutzbarkeit des Produkts verschlechtern.
Einen konkreten Anlass scheint es für den Beitrag nicht zu geben. Seit Ende 2011 ist ein Jailbreak für das Playbook-Tablet verfügbar, der bislang auf die ältere Betriebssystem-Version beschränkt ist. Das BlackBerry-Portal Crackberry vermutet, dass Jailbreaks für das neue Playbook-OS 2.0 weniger attraktiv seien, denn darauf ließen sich ohnehin Android-Apps installieren. Damit entfiele ein wichtiger Grund für das Knacken des Tablets: das geringe Software-Angebot. Für das PlayBook gibt es in RIMs App World zurzeit 3000 Anwendungen, für Android listet AppBrain über 400.000. (ck)