Ländliche Regionen sollen bei Internet-Anbindung nicht benachteiligt werden
FĂĽr gleichwertige Lebensbedingungen und Wirtschaftsentwicklung in Stadt und Land sei die AusrĂĽstung auch kleinerer Gemeinden mit neuen Techniken der Daten- und InformationsĂĽbertragung erforderlich, meinte Baden-WĂĽrttembergs Landwirtschaftsminister.
Ländliche Regionen dürfen nach Ansicht von Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) bei moderner Kommunikationstechnologie nicht abgehängt werden. Für gleichwertige Lebensbedingungen und Wirtschaftsentwicklung in Stadt und Land sei die Ausrüstung auch kleinerer Gemeinden mit neuen Techniken der Daten- und Informationsübertragung erforderlich, sagte Hauk am Montag in Tuttlingen bei der Tagung "Datenautobahn auf dem Land – Die Versorgung des Ländlichen Raums mit neuen Medien."
Dabei haben Vertreter von Gemeinden, Behörden und Anbieterfirmen über bessere Internet-Anbindungen beraten. Nach Hauks Ansicht sind Übertragungsmöglichkeiten für wachsende Datenmengen zugleich ein Standortfaktor für Gewerbe auf dem Land sowie die Schaffung von Tele- Arbeitsplätzen. "Wirtschaft, öffentliche Verwaltung und Behörden benötigen schnelle, leistungsstarke Informationstechniken", meinte der Minister. Schließlich gehe es in naher Zukunft nicht mehr um Übertragung von 10 oder 20 Megabit/s, sondern von über 1 Gigabit/s. "Eine digitale Spaltung des Landes muss verhindert werden", betonte er.
Hauk verwies auf die Clearingstelle "Neue Medien im Ländlichen Raum", die seit rund einem Jahr als erste Anlaufstelle für Gemeinden auf der Suche nach neuen digitalen Anschlussmöglichkeiten dient. Viele kleine Kommunen seien immer noch schlechter ausgerüstet als die Städte, sagte der Vorsitzende des Gremiums und Bürgermeister von Mönchweiler (Schwarzwald-Baar-Kreis), Friedrich Scheerer. Internet und E-Mail gehörten für viele Dörfer zur wirtschaftlichen Überlebensstrategie. Die Clearingstelle verstehe sich als Ratgeber und Vermittler zwischen Nutzern und Anbieterfirmen. Bisher seien 26 Anfragen von kleineren Gemeinden bearbeitet worden. (dpa) / (jk)