EDS vervierfacht den Quartalsgewinn
Eine Reihe neuer Vertragsabschlüsse bescherte dem IT-Dienstleister im zweiten Quartal 2006 einen deutlichen Zuwachs bei Umsatz und Gewinn. EDS übertraf damit die Erwartungen von Analysten und hob seine Prognosen für 2006 an.
Der texanische IT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) konnte im zweiten Quartal 2006 seinen Gewinn auf 104 Millionen US-Dollar oder 20 Cent je Aktie steigern. Damit fiel der Überschuss viermal so hoch aus wie im gleichen Quartal des Vorjahres. Beim Umsatz erzielte EDS ein Plus von knapp 4 Prozent auf 5,19 Milliarden US-Dollar.
Nachdem EDS bereits für das erste Quartal neue Vertragsabschlüsse im Gesamtwert von über 10 Milliarden US-Dollar verkünden konnte, gelang es dem Outsourcing-Spezialisten in den Monaten April bis Juni weitere Verträge über insgesamt 5,4 Milliarden US-Dollar zu zeichnen. Damit schaffte EDS in der ersten Jahreshälfte 2006 das beste Ergebnis seit 2001, erklärte Chairman und CEO Mike Jordan.
Allerdings muss sich dem Marktforschungsunternehmen Technology Partners International (TPI) zufolge EDS ebenso wie die anderen Outsourcing-Unternehmen von den lukrativen Großaufträgen mit Laufzeiten von 10 Jahren, wie sie in der Vergangenheit üblich waren, verabschieden.
Dies bestätigen die jüngsten Vertragsabschlüsse von EDS. So konnte der IT-Dienstleister Versicherungskonzern Aegon in den Niederlanden nur für eine Verlängerung des Outsourcingvertrages um weitere fünf Jahre gewinnen. Mit dem Neukunden Kraft Foods schloss EDS eine globale IT-Service-Vereinbarung über sieben Jahre ab. (map)