Satellitenradio-Firmen XM und Sirius Satellite Radio wollen fusionieren
Der Zusammenschluss der beiden einzigen US-Satellitenradio-Firmen (bei denen u. a. Howard Stern und Oprah Winfrey Shows ausstrahlen) wird gründliche kartellrechtliche Prüfungen des US-Justizministeriums sowie der US-Aufsichtsbehörde FCC nach sich ziehen.
Die beiden einzigen US-Satellitenradio-Firmen XM und Sirius Satellite Radio wollen sich in einer "Fusion Gleicher" zusammenschlieĂźen. Sirius Satellite Radio mit dem "Schock-Moderator" Howard Stern und XM Satellite Radio mit dem TV-Show-Star Oprah Winfrey als Hauptattraktionen wollen ein Rundfunkunternehmen mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar und rund 14 Millionen Abonnenten bilden.
Das Geschäft hat unter Berücksichtigung von 1,6 Milliarden Dollar Schulden einen Gesamtwert von 13 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen wollen sich an der neuen Gesellschaft zu jeweils 50 Prozent beteiligen. Beide bieten gegen Gebühr jeweils weit mehr als 100 Musik-, Sport-, Nachrichten-, Talk-Show- und andere digitale Rundfunkanäle an. Die Fusion wird mit Sicherheit gründliche kartellrechtliche Prüfungen des US-Justizministeriums sowie der für den Rundfunk zuständigen US-Aufsichtsbehörde FCC nach sich ziehen. Andere Rundfunkfirmen und Verbraucherschutzgruppen dürften heftige Opposition gegen den Zusammenschluss anmelden.
Sirius und XM argumentieren, dass sich durch neue digitale Audio-Konkurrenten wie die iPods von Apple und andere portable Musikplayer sowie durch Internetradio und sonstige Anbieter die Rundfunklandschaft drastisch geändert hat. Die Gegner der Fusion verweisen auf das dann entstehende Satellitenradio-Monopol in den USA. Beide Firmen haben in den vergangenen Jahren Milliardenverluste angehäuft. Sie versprechen sich Synergieeffekte von drei bis sieben Milliarden Dollar. Sirius-Chef Mel Karmazin soll Konzernchef und XM-Verwaltungsratsvorsitzender Gary Parsons Leiter des Aufsichtsgremiums der zusammengeschlossenen Gesellschaft werden. (dpa) / (jk)