Umsatz der US-Musikindustrie leicht gestiegen
Zum ersten Mal seit 2004 sind die Umsätze der US-Musikindustrie wieder gestiegen. Grund dafür war laut den aktuellen Zahlen des Verbands RIAA der geringere Rückgang des Geschäfts mit Tonträgern.
Der Verband der US-Musikindustrie (RIAA) hat am gestrigen Dienstag die Verkaufs- und Umsatzzahlen für 2011 veröffentlicht (PDF-Datei). Zum ersten Mal seit 2004 lagen diese demnach wieder über dem Niveau des Vorjahres. Grund für die positive Entwicklung war das anhaltend starke Wachstum des Onlinegeschäfts, während der Rückgang des Geschäfts mit physischen Tonträgern geringer ausfiel als in den vergangenen Jahren.
Der Gesamtumsatz der Branche lag laut der Statistik bei mehr als 7 Milliarden US-Dollar (5,2 Mrd. Euro) und damit um 0,2 Prozent höher als 2010. Hinsichtlich der Verkaufszahlen zog das Geschäft mit Musikdateien mit dem von physischen Tonträgern gleich. Beide lagen 2011 bei 50 Prozent.
Insgesamt wurden 2011 in den USA 1,3 Milliarden Musiktitel im Internet gekauft und heruntergeladen, das war ein Zuwachs von mehr als 10 Prozent gegenüber 2010. Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz von Musikalben auf dem gleichen Vertriebsweg sogar um mehr als 22 Prozent auf 105 Millionen Stück. Im Schnitt hatten darüber hinaus 1, Millionen Menschen ein Musikabonnement, womit ein Umsatz von 241 Millionen US-Dollar generiert wurde.
Der Umsatz beim Geschäft mit Tonträgern ging dagegen um fast 8 Prozent auf rund 3,2 Milliarden US-Dollar (2,4 Mrd. Euro) zurück. 222  Millionen Datenträger sind laut der RIAA 2011 verkauft worden. Dagegen wurden wieder deutlich mehr Schallplatten verkauft. So stieg der Umsatz mit Schallplatten-Alben um mehr als 34 Prozent auf 119  Millionen US-Dollar. (mho)