Hohe Auszeichnung für Pionier des Quantencomputers

Der deutsch-österreichische Quantenphysiker Rainer Blatt erhielt die höchste deutsche Auszeichnung auf dem Gebiet der Experimentalphysik, die Stern-Gerlach-Medaille.

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  • Detlef Borchers

Der deutsch-österreichische Quantenphysiker Rainer Blatt von der Universität Innsbruck ist in Berlin mit der Stern-Gerlach-Medaille ausgezeichnet worden. Blatt erhielt die höchste deutsche Auszeichnung auf dem Gebiet der Experimentalphysik für seine Arbeiten in der Quantencomputer-Forschung, unter anderem für die Erzeugung eines Quantenbyte und die Übertragung von Quanteninformationen.

Rainer Blatt wurde während der Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Berlin mit einem Festakt geehrt. Dort würdigte Bundesforschungsministerin Annette Schavan die herausragende Bedeutung seiner Forschung, die das Preiskomittee der DPG so forumlierte: "Die experimentelle Demonstration grundlegender Bausteine und Algorithmen eines Quantenprozessors, die Teleportation von Quantenzuständen der Materie, die erste Realisierung eines Quantenbytes und die Simulation von Quantensystemen haben neue wissenschaftliche Forschungsgebiete eröffnet und den Weg in eine zukünftige Quantentechnologie gewiesen."
Blatt bedankte sich mit einem Überblick zum Stand der Forschung "The quantum way of doing computations".

Mit der Jahrestagung der Physiker feiert sich Berlin als "Hauptstadt der Physik". Für das interessierte Publikum werden in der Urania einige Vorträge geboten. Am Donnerstag soll dort ein EinsteinSlam stattfinden, der sehr erfolgreich 2011 in Dresden Premiere hatte: Junge Wissenschaftler haben zehn Minuten Zeit, ihr Thema "lehrreich und vergnüglich" auf Deutsch zu präsentieren. (anw)