Studie: Defizite bei IT-Sicherheit im Mittelstand wegen Ressourcenmangels

Der größte Teil befragter IT-Entscheider fürchtet sich vor einem Angriff auf die IT-Sicherheit. Um den laufenden Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, setze man jedoch andere Prioritäten.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Einer gemeinsamen internationalen Studie von IDC, MessageLabs und McAfee zufolge hat sich zwar das Sicherheitsbewußtsein mittelständischer Unternehmen verbessert, allerdings würden nur wenige auch mehr für die Sicherheit ihrer IT tun. 80 Prozent der 450 befragten IT-Entscheider würden sich vor einem Angriff auf die IT-Sicherheit fürchten. Um den laufenden Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, setze man jedoch andere Prioritäten. Schutzmaßnahmen würden aufgrund begrenzter Ressourcen kaum ergriffen, obwohl Sicherheit stark mit dem Geschäftserfolg in Verbindung gebracht werde.

So gäbe es derzeit laut Studie hauptsächlich reaktive, mit der Wartung bestehender Lösungen zusammenhängende Maßnahmen wie die Aktualisierung bestehender Sicherheitslösungen und die Informationen über neue Gefahren. Nur 18 Prozent (in Deutschland 21 Prozent) der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen schon einmal Opfer eines Sicherheitsangriffs war, was laut IDC anderen Untersuchungen widerspricht. Dies könnte damit zusammenhängen, dass viele der immer raffinierter werdenden Angriffe von mittelständischen Unternehmen unentdeckt blieben. Nach Auffassung des deutschen Verfassungsschutzes sind mittelständische Unternehmen insbesondere durch Angriffe aus China bedroht.

IDC kommt in seiner Untersuchung zu dem Schluß, dass Managed Security Services eine effektive Lösung für den Mittelstand darstellen, um trotz knapper Ressourcen einen hohen Schutz zu haben. Dies ist eine der Top-Ten-Prognosen des Marktforschungsunternehmens für den IT-Sicherheitsmarkt 2007. Mit dieser Einschätzung steht IDC nicht allein da: Bereits im Oktober 2006 kaufte die Telekommunikationsfirma BT die von Krypto- und Sicherheitsguru Bruce Schneier gegründete Sicherheitsfirma Counterpane Internet Security, um sein Dienstleistungsangebot rund um Managed Security Services erweitern und Kunden besser vor Angriffen aus dem Internet verteidigen zu können. (dab)