Microsoft und eBay verstärken Kampf gegen gefälschte Software
Mit einer erweiterten Kampagne haben die beiden Unternehmen Anbietern von illegaler Software auf dem Online-Marktplatz den Kampf angesagt und wollen gezielter gegen Einzelpersonen vorgehen.
Microsoft geht mit verschiedensten Mitteln gegen Anbieter gefälschter und illegaler Software vor. Mit eBay verbindet den Konzern seit 2002 eine gemeinsame Kampagne, die nun auch gezielt verdächtige Einzelpersonen ins Visier nehmen soll.
Waren bisher vornehmlich gewerbliche Anbieter von gefälschten Software-Angeboten Ziel der Aktivitäten von Microsoft und eBay, fahnden die beiden Unternehmen nun auch nach Privatpersonen. Es habe sich gezeigt, erklärte Microsoft-Deutschland-Sprecher Thomas Baumgärtner, dass immer häufiger illegale Angebote von Einzelpersonen auf dem eBay-Marktplatz zu finden seien. In Deutschland gehe Microsoft mittlerweile auch vermehrt gerichtlich gegen diese Tätergruppe vor. Eine zweistellige Zahl von Verfahren sei anhängig, heißt es.
Auf der Software-Übersichtsseite von eBay finden Käufer wie Verkäufer einen Link zur Informationskampagne über Original Microsoft Software. Mit dem Produktidentifikationsservice (PID) komme der Software-Konzern den Verbrauchern entgegen. Der PID erlaubt Fachhändlern wie Endkunden eine schnelle Überprüfung verdächtiger Produkte. "Kann uns ein Kunde glaubhaft deutlich machen, dass er unwissentlich einer Fälschung auferlegen ist, zeigen wir uns in der Regel sehr kulant", erklärt Baumgärtner. Microsoft bietet dem geprellten Käufer in solchen Fällen Ersatz. (map)