10 Millionen Streams von "Live Earth"
Millionen von Internetnutzern weltweit haben sich die Live-Earth-Shows auf MSN per Internetstream angesehen. 10 Millionen Live-Streams hat das Unternehmen am Wochenende ausgeliefert.
Millionen Internetnutzer weltweit haben am vergangenen Wochenende das mit hochkarätigen Pop-Promis und verschiedenen Lokalgrößen besetzte globale Konzertspektakel "Live Earth" an den Computerbildschirmen verfolgt. Die Microsoft-Tochter MSN teilte mit, insgesamt seien 10 Millionen Streams von dem Ergeignis abgerufen worden. Allein in Deutschland sollen den Angaben zufolge 1,4 Millionen Menschen die Konzerte im Netz verfolgt haben. Live Earth sei damit eines der größten Online-Events, die es in Deutschland bisher gegeben hat. Wie viele gleichzeitige Übertragungen das System geleistet hat, gab das Unternehmen nicht bekannt.
Von dem auf AOL ĂĽbertragenen "Live 8"-Konzert im Sommer 2005 waren bei 175.000 gleichzeitigen Ăśbertragungen insgesamt rund fĂĽnf Millionen Streams ausgeliefert worden. Microsoft spricht bei "Live Earth" nun von einem weiteren "Meilenstein im Bereich der Live-InternetĂĽbertragung". Die ĂĽber Microsofts Videoportal Soapbox ausgestrahlten Streams wurden produziert von Control Room, dem Unternehmen des Live-Earth-Mitveranstalters Kevin Wall. Control Room hatte auch das "Live 8"-Streaming fĂĽr AOL ĂĽbernommen.
Die Zuschauer an den Monitoren hatten sich zumindest nicht mit den diversen Risiken eines so großen Popfestivals auseinander zu setzen. Während in der nur halbgefüllten Arena in Hamburg nur die ganz Harten im strömenden Regen ausharrten, saßen die Internetzuschauer im Trockenen. Auch mit der Getränkeversorgung gibt es, anders als beim Konzert in Australien, im eigenen Heim keine Probleme. Die Streams sind noch eine Weile auf der MSN-Seite abrufbar.
Siehe dazu auch in Telepolis:
- Popstars retten die Erde, Mit fragwĂĽrdigen Stars und Sponsoren und mit Politkitsch wird die politische Kultur vielleicht endgĂĽltig ruiniert oder zum Medienspektakel
(vbr)