Schweizer Provider bauen mobilen Internetzugang mit HSDPA aus
Die Schweizer Anbieter setzen beim mobilen Internetzugang auf HSDPA und rüsten ihre Netze auf Bandbreiten von bis zu 3,6 MBit/s auf.
Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Orange bietet den mobilen Breitbandzugang über HSDPA auf seinem Netz ab sofort auch in Genf und Zürich an. In Lugano bietet der Provider die Technik bereits seit April 2007 an. Die Bandbreite der neuen Mobilfunktechnologie beträgt bei Orange derzeit noch bis zu 1,8 MBit/s. Wann das Unternehmen HSDPA wie seine Mitbewerber Swisscom und Sunrise (TDC Switzerland) auch mit 3,6 MBit/s anbieten wird, konnte eine Unternehmenssprecherin nicht definitiv beantworten. Nach eigenen Angaben will Orange bis zum Jahresende über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung mit HSDPA versorgen und dann außerdem noch die Städte Basel, Bern, Lausanne, Luzern und St. Gallen abdecken.
Platzhirsch Swisscom Mobile hatte mit der Einführung neuer HSDPA-Produkte die Geschwindigkeit des gesamten Netzes bereits im April dieses Jahres auf 3,6 MBit/s verdoppelt. Der Provider deckt damit heute schon über 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab. Im Frühjahr 2006 eingeführt, ist HSDPA von Swisscom in den Städten Basel, Bern, Davos, Genf, Lausanne, Luzern, Lugano, St. Gallen, St. Moritz, Zug und Zürich verfügbar.
Bei Sunrise überstieg nach Information des Unternehmens der HSDPA-Traffic am Ende des 1. Quartals 2007 bereits den von UMTS. Der Provider bietet HSDPA seit Januar 2007 in den Städten Zürich, Basel, Bern, Genf, Lausanne and Lugano an. Die Abdeckung soll zügig ausgebaut werden, bis Ende des Jahres will Sunrise das komplette UMTS-Netz auf HSDPA aufrüsten. Sunrise-Kunden nutzen HSDPA seit Kurzem ebenfalls mit bis zu 3,6 MBit/s.
HSDPA beruht auf UMTS und somit auf dem WCDMA-Verfahren (Wideband Code Division Multiple Access). Für die Nutzung von HSDPA werden kompatible Endgeräte (Handys, Personal Digital Assistants, Laptops mit UMTS-Karten) benötigt. (Tom Sperlich) / (vbr)