Microsoft will 117 Phishing-Site-Betreiber verklagen
In 117 Fällen hat Microsoft Anzeige "gegen unbekannt" gegen Betreiber von Phishingsites erstattet.
In 117 Fällen hat Microsoft Anzeige "gegen unbekannt" gegen Betreiber von Phishingsites erstattet und will diese Fälle vor dem Bundesgericht in Washington verhandeln lassen. Der Konzern erhoffe sich durch die Anzeige auch die Enttarnung einiger der Absender, die durch Phishing-Aktionen versuchen, illegal an persönliche und finanzielle Informationen von ahnungslosen Verbrauchern zu kommen.
"Wir müssen zusammenarbeiten, um diesen Leuten die Möglichkeit zu nehmen, das Internet als ein Betrugswerkszeug zu nutzen", sagte Aaron Kornblum, Anwalt für Internetsicherheit bei Microsoft. Gemeinsam mit Vertretern der Federal Trade Commission und Verbraucherschützern trat er am gestrigen Donnerstag auf, um die Klagefälle vorzustellen und die Verbraucher vor dem Hintergrund des ersten Aprils auf die Gefahren des Phishing aufmerksam zu machen. "Phishing ist mehr als ein schmutziger Trick -- es handelt sich um ein ernstes Identitätsklau-Problem", sagte die Verbraucherschützerin Susan Grant.
In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass Microsoft mit neuer Software den Diebstahl persönlicher Daten über das Internet erschweren wolle. In den kommenden Monaten sollen sowohl Testversionen der nächsten Windows-Ausgabe Longhorn als auch der angekündigte Internet Explorer 7 mit neuen Möglichkeiten gegen den so genannten Identity Theft aufwarten, also Mittel gegen den Diebstahl persönlicher Daten bereitstellen. Microsoft wolle neue Funktionen in die Software einbauen, mit denen sich Computernutzer und Unternehmen online identifizieren, Daten austauschen und sich gegen den Diebstahl persönlicher Daten absichern können. (tol)