Crash-Tarife von Debitel ab 5 Cent pro Minute

Der Serviceprovider Debitel bietet Handytarife mit einer GrundgebĂĽhr von 2,95 Euro und Minutenpreisen ab 5 Cent in alle Netze. Nur kaufen kann man die gĂĽnstigen Tarife nicht ganz so einfach.

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Crash heißen die neuen Mobilfunktarife des Serviceproviders Debitel, die der Anbieter seit dem Wochenende auf einer eigenen Website unter die Leute bringt. Der attraktivste Neuling ist "Crash 5", bei dem jede Gesprächsminute 5 Cent kostet, egal in welche Netze es geht. Wer so einen Tarif haben will, muss allerdings spielerischen Ehrgeiz mitbringen. Immer fünf Angebote stehen über die Flash-Anwendung auf der Crash-Website für 60 Sekunden zum Sofortverkauf. Das sind meistens die Tarife "Crash 9" und "Crash SMS", der begehrte 5-Cent-Tarif kommt nur relativ selten zur "Ausspielung". Wer als erster auf den Tarif klickt, kann das Angebot auch bestellen.

Alle Crash-Tarife gibt es als reine SIM-Pakete ohne Handy wahlweise für die Netze von T-Mobile, E-Plus und O2. Die monatliche Grundgebühr ist mit 2,95 Euro niedrig, die einmalige Aktivierungsgebühr beträgt 19,95 Euro. Gesprächsminuten in alle Netze und zu jeder Tages- oder Nachtzeit kosten bei "Crash 5" die erwähnten 5 Cent, bei "Crash 9" sind es 9 Cent und im "Crash SMS"-Tarif 13 Cent. Abgerechnet wird im 60-Sekunden-Takt. Im SMS-Tarif kostet eine Kurznachricht 13 Cent, bei Crash 9 und Crash 5 schlagen SMS mit 17 und 20 Cent zu Buche; MMS kosten in allen Tarifen 39 Cent. Weitere Einzelheiten – wie etwa Auslandsgebühren und Datenoptionen – fallen je nach gewähltem Netz unterschiedlich aus und sind auf der Website in einer PDF-Datei zusammengefasst.

Die beiden teureren Tarife kommen mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr und verlängern sich automatisch um jeweils sechs Monate, wenn sie nicht mindestens einen Monat vor Ablauf gekündigt werden. Die Mindestvertragslaufzeit für den "Crash 5"-Tarif beträgt sechs Monate und verlängert sich automatisch um jeweils einen Monat. Das sind recht kundenfreundliche Konditionen, allerdings dürfte sich der Provider damit auch selbst eine Ausstiegsmöglichkeit geschaffen haben. Sollte sich die Mischkalkulation der Tarife nicht mehr rechnen, kann auch Debitel recht problemlos aus den Billigverträgen aussteigen. Eine weitere Absicherung gegen übermäßige Nutzung des Crash-5-Tarifs ist die Schallmauer von 3000 Minuten (immerhin 50 Stunden): Wer die einmal innerhalb eines Monats durchbricht, zahlt für den Rest der Vertragslaufzeit dann 13 Cent pro Minute.

Debitel bezeichnet die Website als "Last Minute Börse" und hält sie auch für andere Anbieter offen. Noch gibt es allerdings keine Interessenten, die ihre Mobilfunktarife auch über die Plattform vertreiben wollen. Am Wochenende hatte die Website noch mit dem ersten Kundenansturm zu kämpfen. Die Tarifpakete waren in der Regel schnell weg, gelegentlich kam auch ein Crash-5-Tarif zum Aufruf. Wer nicht zum Zuge kommt, kann auf Gutscheincodes hoffen, die zum Beispiel über Kooperationen mit Medien unter die Leute gebracht werden sollen. Auf den Monat gerechnet soll der Anteil der Crash-5-Tarife nach Angaben von Debitel rund 20 Prozent betragen.

Die zum Verkauf stehenden Tarife laufen mit der jeweiligen Rufnummer im Hauptfenster der Website ein. Dazu lassen sich weitere Details wie etwa der entsprechende Netzbetreiber einsehen. Die oberen fünf Angebote stehen eine Minute zum Verkauf. Nach einer kurzen Pause rücken die nächsten fünf Angebote nach oben und werden durch neue ersetzt. Kommt kein Vertrag zustande, geht das Paket zurück in den Pool. Wieviele Tarifpakete insgesamt noch verfügbar sind, ist dem Tarif-Pegel auf der rechten Seite zu entnehmen. Am gestrigen Montag war das Kontingent schnell erschöpft und debitel musste nachschieben. Das Angebot soll regelmäßig um Mitternacht wieder aufgefüllt werden. (vbr)