Bei Sennheiser brummt das Geschäft mit Kopfhörern
Der deutsche Audiotechnikhersteller profitiert stark von der großen Nachfrage nach Kopfhörern für mobile Musikplayer; nun will Sennheiser sein Kopfhörer-Geschäft noch deutlich ausbauen.
Sennheiser macht ausgezeichnete Geschäfte mit Kopfhörern. Der Audiotechnikhersteller profitiert dabei stark von der großen Nachfrage nach Kopfhörern für mobile Musikplayer. Nach einem Umsatzsprung im vergangenen Jahr will Sennheiser sein Kopfhörer-Geschäft, derzeit größter Wachstumstreiber, deutlich ausbauen. Insgesamt erwartet das Unternehmen nach einem Rekordjahr 2006 auch im laufenden Jahr deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ertrag.
Das Wachstum könnte aber schwächer ausfallen, 2006 sei auch wegen der Fußball-WM ein Ausnahmejahr gewesen, sagte der neue Sprecher der Geschäftsleitung, Volker Bartels. Sennheiser wolle zudem nicht um jeden Preis wachsen, entscheidend sei, profitabel zu bleiben. Bartels hatte zu Jahresanfang Rolf Meyer abgelöst, der wegen Differenzen mit Aufsichtsratschef Jörg Sennheiser das Unternehmen verlassen hatte.
2006 stieg der Sennheiser-Umsatz im Vorjahresvergleich um fast 19 Prozent auf 356,5 Millionen Euro, der Gewinn um 30 Prozent auf 16,9 Millionen Euro. Das mit Abstand stärkste Wachstums erzielte das Kopfhörer-Segment mit einem Umsatzplus von fast 40 Prozent auf 93,3 Millionen Euro. Mobile MP3-Player boomen derzeit. Den Markt dominiert Apple mit seinem iPod, Sennheiser arbeitet in Deutschland beim Kopfhörer-Vertrieb mit dem US-Konzern zusammen.
Mit drahtlosen Mikrofonen erzielte Sennheiser im vergangenen Jahr Erlöse in Höhe von 94,2 Millionen, das war ein Plus von 15,4 Prozent. Zudem fertigt das Unternehmen unter anderem noch drahtgebundene Mikrofone und Konferenztechnik. Enorme Zuwächse erwartet Sennheiser künftig vor allem in Russland und Indien, in beiden Ländern waren Niederlassungen gegründet worden. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2006 weltweit um 11 Prozent auf rund 1850. (dpa) / (jk)