Diktiersoftware verzichtet auf Sprachtraining

Die Diktiersoftware Dragon Naturally Speaking soll in Version 9 ohne spezielles Training auskommen. Laut Hersteller Nuance steigt die Erkennungsrate allein durch den Lerneffekt während der Arbeit.

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Von
  • Dorothee Wiegand

Ganz ohne ein vorbereitendes Training soll die Diktiersoftware Dragon Naturally Speaking in Version 9 auskommen. Laut Hersteller Nuance erreicht die Erkennungsrate allein durch den Lerneffekt, der während der Arbeit mit dem Programm stattfindet, schnell 99 Prozent – von hundert gesprochenen Wörtern soll es dann durchschnittlich nur bei einem einzigen ein Missverständniss geben. Bisher war eine Nutzung der Software erst möglich, nachdem der Anwender einen vorgegebenen Trainingstext laut vorgelesen hatte. Das Programm erstellte daraus bisher zunächst ein persönliches Profil seiner Stimme und Sprechgewohnheiten.

Version 9, die zur dauerhaften Nutzung aktiviert werden muss, wird in vier Ausgaben auf den Markt kommen. In etwa 14 Tagen sollen die Versionen "Standard" und "Preferred" verfügbar sein; weitere zwei Wochen später dann auch die beiden größeren Varianten "Professional" und "Legal". Eine spezielle Mobile-Version wird es nicht mehr geben. Die Transkription von Diktaten, die unterwegs mit einem digitalen Diktiergerät, mit einem Palm Tungsten oder Pocket PC aufgenommen wurden, soll vielmehr mit allen Versionen außer der Standardvariante möglich sein. Eine Liste der zertifizierten Hardware findet sich auf der Website des Herstellers; hier finden sich auch zur Benutzung mit der Spracherkennungssoftware geeignete Bluetooth-Headsets.

Alle vier Ausgaben benötigen Windows 2000 oder XP, einen Rechner mit mindestens 1-GHz-Prozessor, 512 MByte RAM sowie 1 GByte freien Plattenplatz. Die Standardversion für 99 Euro erlaubt sprachgesteuertes Surfen und Chatten sowie das Diktieren von Mails und Texten, unterstützt jedoch weder Microsoft Excel noch Outlook. Das kann erst die Preferred-Version (199 Euro), welche auch den Im- und Export von Benutzerdateien erlaubt. Für den Einsatz im Firmennetzwerk ist die Version Professional (927 Euro) gedacht, die einen DNS-Administrator zur zentralen Verwaltung von Vokabularen und Befehlsdefinitionen mitbringt. Die Legal-Ausgabe (1159 Euro) richtet sich mit einem speziellen Fachvokabular an Juristen. (dwi)