Swisscom-Chef hat Cesky-Übernahme nicht abgeschrieben

Wenn eine Regierung ein Unternehmen verkaufe, könne sich bis zur letzten Minute alles ändern, sagte Swisscom-CEO Jens Alder.

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  • Torge Löding

Swisscom-Chef Jens Alder hat die Hoffnung auf eine Übernahme des tschechischen Telekom-Konzerns Cesky Telekom noch nicht aufgegeben. Wenn eine Regierung verkaufe, könne sich bis zur letzten Minute alles ändern, sagte Alder der Schweizer Zeitung SonntagsBlick. In der NZZ am Sonntag bekräftigte er das Interesse von Swisscom an der österreichischen Telekom Austria: "Nüchtern betrachtet, ist ein Zusammenschluss von Swisscom und Telekom Austria eine der sinnvollsten Transaktionen überhaupt in der Telekombranche." Im Moment hat die spanische Telefonica die Nase vorn im Übernahmepoker.

Bei neuen Verhandlungen um die Telekom Austria müsste Swisscom heute mehr als die etwa 15 Euro pro Aktie im vergangenen Jahr bieten, sagte Alder. Schließlich verdiene das Unternehmen in der Zwischenzeit wieder Geld. Eine neue Offerte machte Alder jedoch nicht. Die Verhandlungen im vergangenen Sommer seien an der Politik gescheitert. In den vergangenen fünf Jahren prüfte die Swisscom laut Alder mehr als 200 Kaufobjekte: "Uns sind die wildesten Sachen angeboten worden. Teilweise genügten zwei Minuten für die Analyse und weitere zehn Minuten für den Absagebrief." (tol)