ACP baut Präsenz in Deutschland auf 12 Standorte aus

Österreich und Deutschland als Kernmärkte für die künftige Wachstumsstrategie auserkoren – aus der Schweiz hingegen zieht sich die ACP-Gruppe zurück.

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Günther Schiller, Geschäftsführer ACP Holding Deutschland GmbH

(Bild: ACP)

Die aus Österreich stammende ACP-Systemhausgruppe erweitert ihr deutsches Niederlassungsnetzwerk um zwei neue Standorte in Hannover und Ulm. Über zwei zusätzliche Vertriebsbüros in Ense und Frödenberg ist der IT-Dienstleister zudem künftig auch in Nordrhein-Westfalen regional stärker vertreten. "Wir sind in der Schweiz vor der Entscheidung gestanden, aggressiv zu akquirieren und zu investieren oder unser Engagement profitabel zu beenden. Mit dem Verkauf unserer Paninfo an die UMB haben wir uns für den zweiten Weg entschieden, da wir in Investitionen in den deutschen Markt langfristig ein größeres Potenzial sehen", begründet Urs T. Fischer, CEO der ACP-Gruppe, das verstärkte Engagement hierzulande.

ACP IT Solutions war 2003 mit der Übernahme des bayrischen Systemhauses Networks & More in den deutschen Markt vorgestoßen – mit dem Ziel, mittelfristig unter die Top 5 der Systemhäuser in Deutschland aufzusteigen. Im Vorfeld eines vom Investor Capvis geplanten Börsengangs geriet die ACP-Gruppe im Geschäftsjahr 2008/2009 jedoch in die roten Zahlen. Der ehemalige Schweizer HP-Chef Urs Fischer übernahm dann Anfang 2009 den Posten des CEO bei ACP und brachte das Unternehmen seither wieder auf Kurs. Für das letzte Geschäftsjahr 2010/2011 steht ein Gesamtumsatz von 362 Millionen Euro zu Buche. Speziell in Deutschland sieht die ACP-Führung aber noch deutliches Potenzial – sowohl im Hinblick auf organisches Wachstum wie auch durch Übernahmen: "Wir sind gut aufgestellt und wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, stehen wir möglichen Akquisitionen durchaus offen gegenüber", erläutert Günther Schiller, Geschäftsführer von ACP Deutschland. Dabei positioniert sich ACP vor allem im Microsoft-Umfeld, der Virtualisierung und speziell beim Cloud Computing, wo das Systemhaus mit einem eigenen Rechenzentrum in München punkten will. Schon seit dem Markteinstieg in Deutschland habe das Unternehmen jährlich zweistellig wachsen können. Und auch 2012 peilt Schiller ein Plus von 15 Prozent an. (map)