Qimonda-Börsengang steht unmittelbar bevor

Mit dem Börsengang will Infineon die komplette Trennung vom Speichergeschäft einleiten, das bisher 40 Prozent der Umsätze beisteuerte, aber starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist.

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  • dpa

Der Börsengang von Qimonda, der Speicherchiptochter von Infineon, steht offenbar unmittelbar bevor. Bei der US-Börsenaufsicht SEC ging am Dienstag der Antrag zur Handelszulassung der Qimonda-Titel ein. Der Handel solle schnellstmöglich beginnen, hieß es dort. In Branchenkreisen wurde mit dem Börsenstart des Speicherchipunternehmens schon am Mittwoch gerechnet.

Infineon hielt sich weiter bedeckt. Der Gang an die Börse in New York sei weiterhin für diese Woche geplant, sagte ein Sprecher am Dienstag in München. Einen konkreten Termin wollte das Unternehmen nicht nennen. Mit dem Börsengang will Infineon die komplette Trennung vom Speichergeschäft einleiten, das bisher 40 Prozent der Umsätze beisteuerte, aber starken zyklischen Schwankungen ("Schweinezyklus") ausgesetzt ist.

Händler berichteten von einer eher schleppenden Nachfrage nach den Qimonda-Aktien. Analysten hatten den Preis von 16 bis 18 Dollar, den Infineon erzielen will, als sehr ambitioniert bezeichnet. Die Preisspanne sollte laut Branchenkreisen am späten Dienstagabend bekannt gegeben werden. Sollte Infineon seine Vorstellungen durchsetzen, würde der Börsengang gut eine Milliarde Dollar in die Kassen spülen. Zwei Drittel davon fließen über eine Kapitalerhöhung an Qimonda, der Rest geht an Infineon. (dpa) / (jk)