Microsoft bekommt Ärger mit Office Live

Eine kalifornische Firma erhebt Anspruch auf den Namen "Office Live" und will erreichen, dass ihn Microsoft nicht länger für seine Dienste verwenden darf.

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Die kalifornische Firma Office Live ist vor Gericht gegangen, um ihre Rechte an der von ihr registrierten Marke "Office Live" gegenüber Microsoft durchzusetzen. Der Softwarekonzern soll mit einer Klage davon abgehalten werden, Online-Dienste künftig unter diesem Namen anzubieten, geht aus einer Mitteilung hervor. Außerdem soll Microsoft Schadenersatz zahlen.

Office Live ist Ende Dezember 2006 vor ein Bezirksgericht in Kalifornien gezogen, hielt mit der Klage aber noch inne, um Microsoft die Chance für Verhandlungen zu geben. Nachdem die Gespräche zwischen den Kontrahenten scheiterten, wurde Microsoft Mitte dieses Monats die Klage zugestellt. Die Marke Office Live ist nach Angaben des Unternehmens seit 2002 registriert und seit Anfang 2001 im Gebrauch. Microsoft eröffnete unter diesem Namen im Februar 2006 einen Dienst, bei dem kleinen und mittleren Unternehmen eine einfach wartbare Homepage und Business-Werkzeuge im Umfeld des Office-Pakets angeboten werden.

"Microsoft glaubt wohl, sie könnten sich alles erlauben, nur weil wir eine wesentlich kleinere Firma sind", gibt sich Office-Live-CEO Lenny Targon kämpferisch wie David gegen Goliath. Es sei schockierend, wie wenig Respekt Microsoft vor dem geistigen Eigentum anderer habe. "Online-Software könnte vielleicht die nächste große Sache sein, aber Microsoft hat kein Recht, unsere Marke ohne Erlaubnis zu verwenden." (anw)