Maxtor-Übernahme kostet Seagate Profit
Von 55 auf 1 Cent je Aktie brach der Nettogewinn des Festplattenherstellers im zweiten Quartal 2006 im Vergleich zur Vorjahresperiode ein. Den Umsatz konnte Seagate dagegen um 16 Prozent steigern.
Die Übernahme des Konkurrenten Maxtor kommt Seagate teuer zu stehen. Im Ende Juni 2006 abgelaufenen vierten Quartal des Geschäftsjahres musste der Festplattenhersteller einen deutlichen Einbruch des Nettogewinns hinnehmen. Nach 280 Millionen US-Dollar oder 55 Cent je Aktie im Vorjahresquartal verdiente Seagate diesmal gerade noch 7 Millionen US-Dollar (1 Cent je Aktie).
Beim Umsatz konnte der Konzern jedoch um 16 Prozent auf 2,53 Milliarden zulegen. Dabei leistete Maxtor einen Beitrag von 279 Millionen US-Dollar. Dem zugekauften Wettbewerber verdankt Seagate allerdings auch den Gewinneinbruch. Ohne die von Maxtor bedingten Sondereffekte beläuft sich der Nettoüberschuss im zweiten Quartal 2006 auf 241 Millionen US-Dollar und damit nur 14 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Seagate kündigte für die kommenden zwei Jahre ein umfassendes Aktienrückkaufprogramm an. Nachdem der Hersteller im abgelaufenen Quartal Anteilsscheine im Wert von 400 Millionen US-Dollar gekauft hatte, sollen bis Ende 2008 weitere Aktien für insgesamt 2,5 Milliarden US-Dollar zurückgekauft werden.
Der Konzern konnte indes seine Spitzenposition im Festplattenmarkt nach Stückzahlen weiter ausbauen. Nach Zahlen von iSuppli lag Seagate im ersten Quartal 2006 mit einem Marktanteil von 29 Prozent mit deutlichem Abstand vor dem zweitgrößten Hersteller Western Digital (18,5 Prozent). Wird der Anteil von Maxtor (11,9 Prozent) hinzugerechnet, kommt Seagate auf knapp 41 Prozent und verkauft demnach fast so viele Festplatten wie die drei engsten Verfolger WD, Hitachi GST und Toshiba zusammen. (map)