Digitale Spiegelreflexkamera D80 mit 10,2 Megapixeln

Nach einer AnkĂĽndigung vor 20 Tagen lĂĽftete der Kamerahersteller das Geheimnis und zeigt offiziell erste Bilder der D80.

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Von
  • Richard Jahn

Vor 20 Tagen machte Nikon allen Fotografen mit der Ankündigung einer digitalen Spiegelreflexkamera mit 10,2 Megapixeln den Mund wässrig. Heute wurde nun das Geheimnis gelüftet und die D80 vorgestellt. Die neue Kamera arbeitet, wie angekündigt, mit einem CCD-Sensor mit 3872 × 2592 Bildpunkten, der vermutlich der gleiche ist wie in der Sony α100. Die Sensorgröße wurde beibehalten, Objektive zeigen also eine Blickwinkelverkleinerung um den Faktor 1,5 gegenüber dem Kleinbildformat.

Ein neuer Bildprozessor soll die Farbwiedergabe noch vor der Digitalisierung des Signals verbessern. Zusätzlich beschleunigt er die Bildverarbeitung und verbraucht gleichzeitig weniger Strom als der Vorgänger, wodurch mit einer Akkuladung bis zu 2700 Bilder möglich sein sollen. Eine Möglichkeit zum Speichern der Bilder auf CompactFlash-Karte gibt es nicht mehr, die D80 verlangt SD-Karten, inklusive der schnelleren SD-HC-Karten mit höherer Kapazität.

Insgesamt ist die D80 etwas kleiner und leichter geworden als die D70s, besitzt aber einen mit 2,5-Zoll (6,3 cm) deutlich größeren und mit 230.000 Bildpunkten sichtbar feiner auflösenden TFT-Bildschirm. Das von der D200 geerbte LCD zeigt zudem mit 170° einen deutlich größeren Blickwinkel. Bei der Bildwiedergabe werden die Bilder nun mit zwei separaten Tasten vergrößert oder verkleinert, statt vorher den gewünschten Ausschnitt festzulegen. Die Autofokus-Einheit basiert auf dem der D200, nutzt nun also 11 Messfelder. Die ISO-Empfindlichkeit liegt zwischen ISO 100 und ISO 3200, bei automatischer ISO-Wahl legt man zusätzlich einen maximalen ISO-Wert und eine minimale Verschlusszeit fest.

Auch bei der Bedienung wurde Hand angelegt. Das Kameramenü kann nun nicht genutzte Einträge auf Wunsch ausblenden, und Bilder dürfen schon in der Kamera bearbeitet werden, egal ob es sich um RAW- oder JPEG-Dateien handelt: Wie schon bei den neueren Kompaktkameras hellt man mit der D-Lighting-Funktion in den Bildern die Schatten auf (jetzt in drei Stufen) und entfernt die durch Blitzeinwirkung entstandenen roten Augen. Auch Bildgröße oder -ausschnitt können nun hinterher schon in der Kamera festgelegt und zusätzliche Filter wie für Schwarzweiß- oder Farbeffekte eingestellt werden. In jedem Fall ändert die Kamera nicht das Originalbild, sondern legt eine neue Datei an.

Zusammen mit der D80 gibt es auch zwei neue Objektive zu bewundern. Ein 18-135 mm (f/3,5-5,6) soll mit der Kamera als Kit 1300 Euro kosten, das 70-300 mm (f/4,5-5,6) nutzt einen Bildstabilisator (VR) und wird für rund 700 Euro angeboten. Der Preis des Kameragehäuses beträgt knapp 1000 Euro, sie soll vermutlich nach der Photokina Ende September erhältlich sein. (rij)