Medion schrumpft

Der Geschäftsverlauf habe den Erwartungen entsprochen, meint der Lieferant von Aldi und Elektromärkten; Umsatz- und Gewinnrückgang ergäben sich aus Konzernumbau und Kaufzurückhaltung der Verbraucher.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Medion muss weiter mit starken Geschäftsrückgängen leben. Der Umsatz bei Medion, vor allem als Lieferant von PCs und Unterhaltungselektronik für Elektromärkte und Aldi bekannt geworden, sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich von 499 Millionen auf 364,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging von 6,01 Millionen auf 566.000 Euro zurück, der Nettogewinn von 3,18 Millionen auf 112.000 Euro. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz im Jahresvergleich um 26,5 Prozent auf 830 Millionen Euro zurück, der Überschuss sank von 10 Millionen auf 2,2 Millionen Euro.

"Insgesamt entsprach der Geschäftsverlauf im zweiten Quartal den Erwartungen", meinte Medion lapidar. Der Umsatzrückgang im zweiten Quartal erkläre sich aus dem "bewussten Verzicht auf transaktionsintensives Geschäft im Zuge des Konzernumbaus" – Medion hatte angekündigt, sich künftig verstärkt auf das Geschäft mit großen Handelsketten wie Aldi, Tchibo, Carrefour, Metro und dem britischen Elektronikhändler Dixons konzentrieren und nicht rentable Kleinlieferungen abbauen zu wollen. Außerdem gibt Medien der Kaufzurückhaltung der Verbraucher die Schuld: Man leide unter dem "anhaltend schwierigen Geschäftsklima im Einzelhandel und des einhergehenden anhaltenden Preisverfalls". Die Marktforscher von Gartner bescheinigten Medion im PC-Geschäft gerade einen von 11 auf 7 Prozent abgesackten Marktanteil in Deutschland. (jk)